Schauspieler Karl Menrad mit Hausmeistertexten.

Foto: STANDARD/Newald

Der berühmteste Wiener Hausmaster war gar keiner. Wie der Schauspieler Karl Menrad zum Auftakt des Wohnsymposiums darlegte, war Helmut Qualtingers "Herr Karl" in Wirklichkeit Magazineur in einem Feinkostladen. Dennoch hat der von Qualtinger und Carl Merz verfasste Monolog, aus dem Menrad Schlüsselpassagen ("jetzt ist er bees, der Tennenbaum") vortrug, das Bild des raunzenden Wiener Hausbesorgers bis heute entscheidend geprägt.

Aber auch beim Liedermacher Sigi Maron steigt der Berufsstand nicht viel besser aus, zeigte Menrads Vortrag: "I bin da hausmasta / und es saugfrasta / schleichts eich aus da wiesn.

I bin da hausmasta / und es saugfrasta / mochts mi net zum weissn riesn. boi spüln kennts aum parkplotz / von mir aus a auf da strossn / nochrenna und fasteckalspüln / mit stana wird net gschossn."

Weitere literarische Schmankerln zur Hausmeister-Figur entnahm Menrad Heimito von Doderers "Repertorium" und Gedichten von Josef Mayer-Limberg. (ef, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.1.2010)