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Andre Lenz muss den Freistoß von Piotr Trochowski in der Nachspielzeit passieren lassen.

Foto: REUTERS/Christian Charisius

Hamburg - Ein spätes Tor von Piotr Trochowski hat Lorenz-Günther Köstner einen Traumeinstand auf der Trainerbank des VfL Wolfsburg verdorben. Der Nationalspieler erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer zum 1:1 (0:1) des Hamburger SV gegen den deutschen Meister. Damit sind die Wolfsburger trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im ersten Spiel unter Köstner seit nunmehr zehn Pflichtspielen ohne Sieg und liegen in der Tabelle weiter auf Platz zehn.

Mit seinem neunten Saisontor hatte Edin Dzeko die Wolfsburger in Führung gebracht und dem Nachfolger des zu Wochenbeginn beurlaubten Armin Veh einen Tag vor dessen 58. Geburtstag ein kleines Geschenk gemacht. Der bosnische Nationalspieler setzte sich in der 34. Minute im Zweikampf gegen HSV-Abwehrchef Joris Mathijsen durch und überwand den Hamburger Torhüter Frank Rost mit einem unhaltbaren Flachschuss, der vom linken Innenpfosten ins Tor prallte. Doch Trochowski per Freistoß bescherte den Hanseaten, die mit 35 Punkten Fünfter bleiben, wenigstens noch einen Punkt.

'Wir hätten drei Punkte verdient gehabt. Wir haben eine tolle Moral bewiesen. Es war tragisch, dass wir in der letzten Sekunde doch noch das Tor kassieren. Wir haben aber sehr gut gespielt, kompakt gestanden und Leidenschaft gezeigt', sagte Wolfsburgs Torhüter Andre Lenz. Unzufrieden war auch HSV-Stürmer Mladen Petric: 'Wir spielen auf ein Tor und hätten das Spiel klar gewinnen müssen. Es wird nun immer schwieriger, nach oben zu kommen, wenn wir so die Punkte liegenlassen.'

Die Platzherren waren zwar durchweg überlegen, ließen jedoch mehr als ein halbes Dutzend Torgelegenheiten fast schon fahrlässig aus. Superstar Ruud van Nistelrooy musste hilflos von der Tribüne aus mit ansehen, wie seinen neuen Kollegen im Abschluss mehrfach das Glück fehlte. Besonderes Pech hatte David Rozehnal, der in der 53. Minute per Kopfball die Querlatte traf. Zudem hatte VfL-Torhüter Andre Lenz einen Glanztag erwischt und schien an diesem Abend lange Zeit unbezwingbar zu sein.

Van Nistelrooy kann wegen der Nachwirkungen eines Muskelfaserrisses in der Wade erst in der kommenden Woche mit dem Mannschaftstraining beginnen und wird frühestens beim Auswärtsspiel am 6. Februar in Köln im HSV-Kader stehen. (SID)