Teheran - Zum Jahrestag der Islamischen Revolution hat der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad ein Loblied auf sein Land und dessen System angestimmt. Der Iran sei zur "Inspiration" für viele andere Nationen geworden, behauptete der erzkonservative Präsident am Montag zum Auftakt der Feierlichkeiten in Teheran. Am 1. Februar 1979 hatte Ayatollah Khomeini mit seiner Rückkehr aus dem Exil in Paris den Sturz der Schah-Monarchie und die Errichtung der streng islamischen Republik eingeleitet.

Den Umsturz von 1979 feiert der Iran zehn Tage lang. Den Höhepunkt bilden am 11. Februar staatlich organisierte Massendemonstrationen, die die Unterstützung des Volkes für das System des Gottesstaates unterstreichen sollen. Die Rückkehr Khomeinis sei der "Start einer neuen Ära" gewesen, die neue Möglichkeiten der Menschlichkeit eröffnet und den Imperialismus in der Welt beendet habe, sagte Ahmadinejad. Die Islamische Republik sei heute stärker und stabiler als je zuvor.

Ahmadinejad steht seit seiner umstrittenen Wiederwahl am 12. Juni vergangenen Jahres innenpolitisch unter Druck. Gegen Demonstranten, die ihm Wahlbetrug vorwerfen, setzt sich die Staatsmacht mit Gewalt und harten Urteilen zur Wehr. Vergangene Woche wurden zwei Oppositionelle hingerichtet, nachdem sie von einem Gericht wegen "Gottesfeindlichkeit" zum Tode verurteilt worden waren. (APA)