Addis Abeba - Die Afrikanische Union (AU) hat bei ihrem Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ihren Friedens- und Sicherheitsrat neu besetzt und auch Krisenländern wie Simbabwe einen Sitz gewährt. Der AU-Exekutivrat habe die 15 künftigen Ratsmitglieder gewählt und die Entscheidung von den Staats- und Regierungschefs bestätigen lassen, hieß es am Dienstag in einer Erklärung der AU.

Fünf Länder - Libyen, Kenia, Nigeria, Simbabwe und Äquatorialguinea - wurden für drei Jahre ab März bestimmt. Zehn weitere Länder treten ab April eine zweijährige Mitgliedschaft an. Dazu zählen der Tschad, Dschibuti, Ruanda, Namibia, Südafrika, Mali und die Elfenbeinküste.

Der Friedens- und Sicherheitsrat der AU befasst sich mit Konflikten und politischen Krisen in der Region. Er kann Sanktionen gegen Mitgliedstaaten beschließen, die sich nicht an die AU-Charta halten. Außer Simbabwe wird mit der Elfenbeinküste ein weiteres Krisenland in den Rat aufgenommen. In der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) wurde die Präsidentschaftswahl nach dem Ende der Amtszeit von Staatschef Laurent Gbagbo im Jahr 2005 bereits sechsmal verschoben. Simbabwe hat unter seinem umstrittenen Staatschef Robert Mugabe weiter mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. (APA)