Bild nicht mehr verfügbar.

Aktives Spanien: Am 3. Februar kamen die europäischen Spitzenpolitikerinnen im andalusischen Cadiz zusammen. 15 Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking und 30 Jahre nach der UN-Frauenrechtskonvention zur Beseitung aller Frauendiskriminierung einigten sie sich auf ein EU-weites Aktionspapier.

Foto: APA/EPA/ROMAN RIOS

Wien - Am Mittwoch sind im andalusischen Cadiz die Spitzenpolitikerinnen der Europäischen Union zum zweiten "European Women in Power"-Gipfel zusammengekommen. Insgesamt nahmen 23 Ministerinnen und Staatssekretärinnen teil, die sich auf die "Cadiz Declaration" einigen konnten. "Mit dieser Deklaration definieren wir in der EU die Rahmenbedingungen, die Frauen in ganz Europa bessere Chancen am Arbeitsmarkt geben und die dafür sorgen, dass noch mehr getan wird, damit die Einkommensschere kleiner wird", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die ebenfalls anwesend war. "Wir müssen das Thema Gleichstellung ins Zentrum der Bemühungen in der EU stellen."

Nationaler Aktionsplan

In Österreich hätte man mit dem Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung einen wichtigen Schritt gesetzt, um den Zielen der Deklaration näher zu kommen, verwies die Frauenministerin. Hier gehe es darum, die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, die Einkommensschere zu verringern und Frauen in Führungspositionen zu fördern. Auch Gender-Budgeting, das Österreich als einziges Land in der EU in der Verfassung verankert hat, sei ein wichtiges Instrument, um Gleichstellung voranzutreiben.

"Gemeinsam fällt es leichter"

"Durch den Austausch von Erfahrungen in den verschiedenen Ländern können wir voneinander lernen und somit das Thema Gleichstellung vorantreiben. Ministerinnen in allen Ländern sind mit Widerständen konfrontiert. Gemeinsam an der Gleichstellung zu arbeiten, fällt einfach leichter", so die Ministerin abschließend. (red)