Wien - Eine österreichweit durchgeführte Gesundheitsbefragung der Statistik Austria zeigt, dass 1,6 Millionen Österreicher täglich rauchen. Und jede Stunde stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Tabakrauchs.

Aus Anlass des heute stattfindenden Weltkrebstages und den erst jüngst veröffentlichten Zahlen über das katastrophale Rauchverhalten von Jugendlichen erinnert der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger einmal mehr an die schweren gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums. Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel aller Krebserkrankungen in den Industrieländern auf den Konsum von Tabak zurückzuführen.

Maßnahmen der Raucherentwöhnung und zum Nichtraucherschutz sind deshalb ein wichtiger Bestandteil einer nationalen Gesundheitspolitik im Sinne der Krebsprävention. Josef Probst, stv. Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger. "Raucher haben im Durchschnitt eine um 5 Jahre niedrigere Lebenserwartung als Nichtraucher".

Österreich ist jedoch in der Umsetzung von wirksamen Maßnahmen der Tabakprävention im europäischen Vergleich weit hinten. Viele Raucher sind mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden,  möchten ihren Konsum reduzieren oder aber ganz mit dem Rauchen aufhören. Die österreichische Sozialversicherung bietet stationäre und ambulante Programme zur Raucherentwöhnung an. Unterstützung finden Raucher auch am Rauchertelefon.

Laut Artikel Fünf des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauches soll eine umfassende sektorübergreifende nationale Anti-Tabak-Strategie für Österreich entwickelt werden. Sämtliche Stakeholder sind eingeladen, sich an der Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie zu beteiligen. (red)