Screenshot: Redaktion

Die Super Bowl ist nicht nur das alljährliche Highlight der American Football-Saison, es ist auch das TV-Ereignis in den USA schlechthin, liefert sie doch Einschaltquoten von denen normale Sendungen nicht einmal zu träumen wagen. Entsprechend begehrt sind die Werbeslots in den Pausen der Super Bowl, jedes Jahr geben hier US-Unternehmen erkleckliche Summen aus, um einen Platz zu ergattern.

Kult

Dies allerdings nicht nur für den Slot selbst, so hat es sich eingebürgert, dass die Firmen speziell für die Super-Bowl kreierte Spots produzieren, um so besonders aus der Masse hervorzustechen. Über die Jahre wurden hier einige Clips präsentiert, die längst Kultstatus erreicht haben. Unvergessen dabei wohl vor allem Apples im Jahr 1984 ausgestrahlte Werbung für den Original-Macintosh, in der sich das Unternehmen als widerständige Bewegung gegen den grauen Computer-Einheitsbrei positionierte.

Spots

Die diesjährige Super Bowl hatte in Werbehinsicht natürlich ebenfalls wieder so manches zu bieten, so verlegte sich etwa Motorola darauf Schauspielerin Megan Fox in eine Badewanne zu setzen, um für die eigenen Android-Smartphones zu werben. Intel - so etwas wie ein Stammgast in der Super-Bowl-Buchung - war ebenfalls wieder mit dabei, dieses mal wollte man die neue Core i3/i5/i7 CPUs promoten, der Humor geht dabei auf Kosten eines Roboters.

Google

Für die meisten Diskussion sorgte allerdings ein anderes Unternehmen: Zum ersten Mal in der Firmengeschichte hatte Google einen Werbeslot gebucht, etwas das Firmenchef Eric Schmidt zuvor bereits per Twitter leicht selbstironisch als "Die Hölle friert zu" angekündigt hatte. Hatten so manche BeobachterInnen in Folge einen Spot für das Smartphone "Nexus One" erwartet, verlegte sich Google dann doch auf eine etwas allgemeinere Herangehensweise. In dem Clip wird eine Liebesgeschichte mittels Google-Suchanfragen geschildert.

Der Clip ist übrigens nicht neu, wurde er vom Unternehmen selbst doch schon vor einigen Monaten auf Youtube gestellt. Mit der Ausstrahlung bei der Super Bowl erreichte man damit nun aber rund 90 Millionen TV-ZuseherInnen, etwas das auch die Popularität des Videos auf Youtube enorm in die Höhe schnellen ließ. (red, derStandard.at, 08.02.10)