Halle/Westfalen - Der deutsche Süßigkeitenhersteller Storck ("Dickmanns", "nimm2", "Toffifee") hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von mehr als 1,5 Mrd. Euro verbucht. Insgesamt habe die Gruppe die Erlöse um 6 Prozent gesteigert, teilte das Unternehmen am Montag mit. Angaben zum Gewinn macht Storck traditionell nicht. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit mehr als 4.500 weitgehend unverändert.

Das Unternehmen entwickelte sich damit den Angaben zufolge deutlich stärker als der Markt. Nach jüngsten Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) ging der Umsatz der Branche 2009 um 0,6 Prozent auf 12,2 Mrd. Euro zurück.

Unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut Nielsen teilte Storck mit, dass die Gruppe bei Pralinen ("Werther's Original Schokoladenspezialitäten") ein Plus von 9,2 Prozent erreicht habe. Der Marktanteil liege bei 18 Prozent. Bei Lollies ("nimm2", "Campino", "Schleckies") stieg der Marktanteil auf 37 Prozent. Das Geschäft mit Schaumküssen ("Dickmanns") wuchs um 15 Prozent, der Marktanteil auf 67 Prozent.

Die Storck Gruppe betreibt Werke im westfälischen Halle (rund 2.000 Beschäftigte), Berlin (mehr als 1.000) und Ohrdruf in Thüringen (mehr als 700 Mitarbeiter). Weitere Produktionsstandorte gibt es in England und Dänemark. Der Exportanteil der Gruppe liege bei mehr als 40 Prozent, sagte ein Sprecher. (APA)