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Foto: REUTERS/Brian Snyder

Das iPhone ist der neue Internet Explorer 6. EntwicklerInnen sollen nicht - oder zumindest nicht nur - für das Apple Smartphone entwickeln, da dies weitreichende negative Konsequenzen auf den gesamten Markt und die AnwenderInnen habe - dies ist die Kurzzusammenfassung eines Blogeintrags von Entwickler und Consultant Peter-Paul Koch. Darin schreibt der Experte weiter, dass das iPhone überschätzt und zu einer Obsession wurde, die es auf den Boden der Realität zu holen, gelte.

Mobiles Web nur mehr am iPhone?

"Das iPhone ist zu einer Obsession geworden. Wenn wir nicht aufpassen, dann werden wir bald die Situation haben, dass das mobile Web nur mehr am iPhone stattfinden wird. Und dann haben wir ein existierendes mobiles Web, das wir nicht mitentwickelt haben und das sich nicht um Web-Standards und Best Practices kümmert."

iPhone = IE6?

Koch zieht in seiner Analyse auch Parallelen mit den Entwicklungen des Internet Explorer 6, der aus seiner Sicht ebenfalls ein schwerer Hemmschuh in der Weiterentwicklung des Internet ist: "Wir machen heute genau das Gleiche wie vor zehn Jahren. Nur sagen wir heute "iPhone" statt "IE6", aber sonst hat sich Nichts geändert. Nein, eine Änderung gibt es doch: das iPhone hat einen deutlich geringeren Marktanteil als ihn der IE6 damals hatte."

Zu viel Aufmerksamkeit?

Für Koch zieht das iPhoen viel zu viel Aufmerksamkeit und Ressourcen auf sich. Dies würde den realen Verhältnissen und den Marktanteilen in keiner Weise entsprechen, so seine Sicht. "Keiner, der angeblichen "Mobile Web Development"-SpezialistInnen spricht über Nokia. Dabei verkauft Nokia noch immer mehr Smartphones als BlackBerry und Apple zusammen." Abschließend versucht Koch auch gleich etwaige Gegenargumente zu entkräften und zieht in seinem Blog den Schluss, dass Android zwar gute Chancen und Möglichkeiten habe, aber aufgrund des Marktanteils auch nicht als der Weisheit letzter Schluss gesehen werden sollte.(red)