Das Foto stammt aus dem Zyklus - "Wozu Politik - ist Politik Männersache?" aus dem Romaghetto in Rijeka.

Foto: Gabriele Neudecker

Das Projekt "Brückenbau" will in Landregionen nicht nur Kunst und Kultur vorstellen oder darüber  diskutieren, vielmehr sollen auch Anregungen gegeben werden, selber kreativ zu werden. "Brückenbau" will vor allem Frauen über 40 mit und ohne Migrationshintergrund erreichen. Das Projekt wurde nun bei der Ausschreibung "Wahre Landschaft" vom Land Salzburg ausgezeichnet.

"Wir haben verstärkt erlebt, dass viele Frauen am Land mit migrantischem Hintergrund teils hohe Qualifikationen in ihren Herkunftsländern erworben haben, Qualifikation, die hier in Österreich nicht anerkannt werden - und das zieht sich bis in die Kunst - dass quasi eher die "einheimische KünstlerInnen" als die "echten KünstlerInnen" eingestuft werden", heißt es in einer Aussendung der Projekt-Organisatorinnen.

Visionen

Der Vision des Projektes, eine Gesellschaft, in der es ein gleichberechtigtes Miteinander gibt, in der voneinander gelernt und vom Wissen und den Erfahrungen gegenseitig profitiert werden kann, will man mit verschiedenen Projekten näherzukommen. 2010 gibt Themenschwerpunkte wie "Mütter und Töchter", "Wozu Politik-ist Politik Männersache?" oder "Ein Zimmer für mich allein". Zu diesen Themenkreisen soll literarisch, fotographisch, dramatisch oder filmisch auch provokanten Fragestellungen nachgegangen werde, wie etwa "Macht die Politik aus unseren Kindern RassistInnen?" oder "Gehört nur der Fernsehnachmittag den wirtschaftlichen VerliererInnen?"

"Wir freuen uns sehr über die Anerkennung - es ermöglicht uns, Brückenbau auszubauen und auch weiterhin alles kostenlos anzubieten", heißt es in der Aussendung der Projekt-Organisatorinnen.  (red)