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Kein neues Bild: Jubel im Leverkusener Rot

Foto: AP/Meissner

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat am Samstag im Kampf um die Tabellenführung in der deutschen Fußball-Bundesliga noch einmal die Oberhand behalten. Die Werks-Elf feierte vor eigenem Publikum gegen Titelverteidiger VfL Wolfsburg einen mühevollen 2:1-Sieg, wenig später fehlte Bayen München beim 3:1 gegen Borussia Dortmund ein Tor, um an den Rheinländern vorbeizuziehen und erstmals nach 55 Runden wieder Platz eins zu übernehmen. Auch Schalke 04 lässt im Titelkampf nicht locker, die Mannschaft von Coach Felix Magath feierte am Sonntag einen 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln und liegt weiterhin nur drei Punkte hinter Leverkusen und München. Wie so oft in den vergangenen Wochen genügte den Königsblauen eine  effektive Leistung, um den Gegner zu zermürben.

In Leverkusen hatten Stefan Reinartz (48.) und ein Eigentor von Wolfsburgs Torhüter Andre Lenz (68.) Bayer in Führung gebracht, nach dem Anschlusstor durch Dzeko (79.) kam Bayer aber noch ordentlich ins Schwimmen. "Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwer getan. Der Gegner hat sich schnell zurückgezogen und wir haben das Mittelfeld zu langsam überbrückt. Ich habe meine Mannschaft in der Halbzeit aufgefordert, die Drehzahl und das Tempo zu erhöhen. Das hat sie umgesetzt. Bis zum 2:1 haben wir danach wesentlich besser gespielt und gute Angriffe vorgetragen. In der Schlussphase dürfen wir allerdings nicht den Gegner so aufkommen lassen", resümierte Leverkusen-Coach Jupp Heynckes.

In München machten nach Dortmunds Führung durch Zidan (5.) Van Bommel (21.), Robben (50.) und Gomez (65.) den zwölften Pflichtspielsieg der Bayern in Serie perfekt. David Alaba war nicht im Kader von Trainer Louis van Gaal.

Dabei war die Borussia nach einem Fehler von Bayerns Abwehrchef Daniel van Buyten durch Mohamed Zidan bereits in der 5. Minute in Führung gegangen. Der Münchner Kapitän Mark van Bommel glich in der 21. Minute aus. Beim leicht abgefälschten Schuss des Niederländers machte BVB-Schlussmann Marc Ziegler keine gute Figur. Er ersetzte erneut den anschlagenen Stammtorwart Roman Weidenfeller.

Münchner Startschwierigkeiten

Der BVB startete vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena furios. Zunächst kratzte Martin Demichelis in der 4. Minute einen Schuss von Sven Bender gerade noch von der Linie. Dann musste Kapitän Mark van Bommel bei einem Kopfball des 20-Jährigen nur wenige Sekunden später für seinen bereits geschlagenen Torwart Jörg Butt retten, ehe Zidan begünstigt durch van Buyten seinen dritten Saisontreffer markieren konnte.

Die Bayern übernahmen in der Folgezeit die Initiative, taten sich aber zunächst schwer, die gut gestaffelte Dortmunder Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Erst nach 20 Minuten gab es durch Gomez und Müller gute Chancen, die Ziegler aber vereiteln konnte. Die Bayern, bei denen Ribery erwartungsgemäß erstmals seit dem 3. Oktober 2009 wieder in der Startformation stand, agierten fortan weiter überlegen. Der BVB blieb aber bei Kontern gefährlich. So verpasste Torjäger Lucas Barrios kurz vor dem Wechsel zweimal die erneute Führung für die Gäste.

Dies sollte sich rächen. Die Elf von Van Gaal schlug nach dem Wechsel eiskalt zu. Beim Treffer von Robben deutete Vorbereiter Ribery seine Klasse an. Dann vollendete Gomez nach einem Alleingang. Für den 35-Millionen-Mann war es das zehnte Saisontor. Der BVB versteckte sich jedoch keineswegs, war aber im Abschluss nicht so entschlossen wie die Münchner.

Vorbereiter Fuchs

Der VfL Bochum hat sich unterdessen Luft im Abstiegskampf verschafft. Der Ruhrpott-Verein siegte daheim gegen 1899 Hoffenheim mit 2:1,  Christian Fuchs profilierte sich erneut als Führungsspieler des VfL und bereitete beide Tore vor. Auf der Verliererseite stand Andreas Ibertsberger bis zur 81. Minute auf dem Platz.

Die Bochumer liegen nun schon acht Punkte vor dem Relegationsplatz 16, den Hannover nach einem 1:5-Heimdebakel gegen Werder innehat. Bei den Bremern saß Sebastian Prödl auf der Bank. Andreas Ivanschitz schien beim 1:1 von Mainz in Berlin gegen Hertha BSC nicht im Kader auf, weil er noch an den Folgen einer Grippe laboriert. Spätestens am Montag will der Burgenländer wieder ins Training einsteigen.

Held des Tages in Stuttgart war Ruud van Nistelrooy, der kurz nach seiner Einwechslung innerhalb von 90 Sekunden per Doppelpack den 3:1-Auswärtssieg des Hamburger SV gegen den VfB sicherstellte. Der im Winter von Real Madrid verpflichtete Niederländer hatte erst in der Vorwoche sein Debüt für die Norddeutschen gegeben.

Korkmaz maskiert

Eintracht Frankfurt nähert sich allmählich den Europa-League-Plätzen. Nach einem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg fehlen  nur mehr zwei Punkte auf den Tabellenfünften Dortmund. Ümit Korkmaz gab nur zwei Wochen nach seinem erlittenen Jochbeinbruch mit einer Spezialmaske ab der 80. Minute sein Comeback für Frankfurt. Den  Siegestreffer erzielte Halil Altintop erst in der 91. Minute. (sid/red)