Begleitet von bundesweiten Warnstreiks in Deutschland verhandeln seit Dienstag Deutsche Telekom und Gewerkschaft wieder über einen Tarifvertrag bei der Konzerntochter T-Systems. In der dritten Runde legte die Telekom für die rund 20.000 Beschäftigten der Großkundensparte ein erstes Angebot vor. Danach sollen die Beschäftigten für 2010 und 2011 jeweils 1,5 Prozent mehr Geld erhalten, teilte das Unternehmen in Bonn mit.

"Zumutung"

Weitere Bestandteile des Offerts sind eine Ergebnisbeteiligung von 0,4 Prozent sowie ein Programm zur Beschäftigungsförderung. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di lehnte das Angebot ab und sprach von einer "Zumutung" für die Beschäftigten. "Die Vorstellungen der Arbeitgeber bieten keinerlei Basis für eine Einigung", sagte der Verhandlungsführer und stellvertretende Aufsichtsratschef der Telekom, Lothar Schröder. ver.di fordert für die Beschäftigten eine Anhebung der Gehälter von fünf Prozent.

Nach Angaben eines ver.di-Sprechers sollen die Warnstreiks am Mittwoch fortgesetzt werden. Insgesamt hatten knapp 1.000 Beschäftigte von T-Systems am Dienstag bundesweit die Arbeit vorübergehend niedergelegt. Für die dritte Tarifrunde haben Arbeitgeber und Gewerkschaften zwei Tage angesetzt. (APA/dpa)