Berlin - Der niederländische Elektronikkonzern Philips schließt weitere Sparprogramme in diesem Jahr nicht aus. "Es könnte 2010 weitere Maßnahmen geben. Der Umfang könnte zwischen 150 bis 250 Millionen Euro an Einsparungen liegen", sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

Abhängig sei dies davon, ob sich die Stabilisierung und der leichte Aufschwung der vergangenen Monate fortsetze. Betroffen sein könnte unter anderem das Beleuchtungsgeschäft, sollte der Verkauf konventioneller Glühbirnen nicht mehr erlaubt werden.

An den beiden Fabriken in Polen hielt Kleisterlee aber fest. Der Siemens-Rivale will in diesem Jahr bereits mehr als 700 Millionen Euro einsparen. Europas größter Hersteller von Verbraucher-Elektronik hatte im abgelaufenen vierten Quartal einen überraschend hohen Gewinn eingefahren. Die Umsatzrendite vor Steuern lag bei etwa zwölf Prozent. Der Konzern steckt sich nun ehrgeizige Ziele. "Unsere Margenziele sind 15 bis 17 Prozent in der Medizintechnik, bei Consumer Lifestyle 8 bis 10 Prozent und in der Lichttechnik zwölf bis 14 Prozent", sagte Kleisterlee. Bei einem "stabilen makroökonomischen Umfeld" sei dies realistisch. (APA/Reuters)