Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Entwicklungsländern nutzt laut einer UN-Studie inzwischen Mobiltelefone. Weltweit gab es Ende 2009 schätzungsweise 4,6 Milliarden Handy-Verträge, wie die Internationale Fernmeldeunion (ITU) am Dienstag in Genf erklärte. 2002 war es etwa eine Milliarde gewesen. In Entwicklungs- und Schwellenländern hatten dem Bericht zufolge 57 Prozent der Einwohner einen solchen Vertrag abgeschlossen.

Nutzung in 159 Ländern verglichen

Für die Studie der UN-Organisation wurde die Nutzung von Festnetz- und Mobiltelefonen sowie des Internets in 159 Ländern verglichen. Demnach war im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung online - 26 Prozent oder 1,7 Milliarden Menschen gegenüber elf Prozent im Jahr 2002.

In armen Staaten hatten allerdings vier von fünf Einwohnern keinen Zugang zum World Wide Web. Ein Drittel der Internetznutzer in Entwicklungs- und Schwellenländern lebt demnach in China.

Allgemein wird der Zugang zu Telefon und Internet billiger, wie es in dem Bericht weiter heißt. In nahezu allen Staaten gingen die Kosten demnach zurück, im Durchschnitt waren es 15 Prozent. Am niedrigsten - verglichen mit dem Einkommen - waren die Preise demnach in Macao, Hongkong und Singapur. (APA