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Foto: Reuters/Robert Galbraith

Jene Funktion, die am Mobiltelefon immer unwesentlicher wird, ist die Telefonie. Vor allem unter Kindern und Jugendlichen treten andere Anwendungen und Kommunikationsmittel immer mehr in den Vordergrund.

Soziales Netzwerken am Handy

Dies vermeldet nun das Wall Street Journal und ortet einen klaren Trend - vor allem bei den  jüngeren AnwenderInnen: es geht in Richtung Internet am Handy und dabei vor allem um die Nutzung von sozialen Netzwerken.

Kulturelle Unterschiede

Der Artikel im Wall Street Journal spiegelt die aktuellen Entwicklungen in den USA wieder, zeigt aber auch, dass es kulturelle Unterschiede gibt. In Japan ist Telefonieren am Handy schon seit Jahren in einer Statistenrolle. Hier wird am Mobiltelefon ferngesehen, gechattet und vor allem werden E-Mails geschrieben. Weder in den USA noch in Japan hatte dafür SMS jene Verbreitung, die es in Europa erreichte. Gerade in Österreich ist SMS nach wie vor die mobile Killerapplikation.

Die Provider geben die Richtung vor

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick, nicht nur auf die geänderten Interessen der AnwenderInnen, sondern auch auf die technologischen Entwicklungen. Internet am Mobiltelefon war in Europa bis vor Kurzem kein Thema - E-Mail-Nutzung hier einmal ausgenommen. Die Provider machten den Ausflug in die Weiten des Internets zu einem unglaublich teurem "Vergnügen": Ähnliche Überraschungen erleben AnwenderInnen auch heute, wenn sie über ihre Limits kommen oder mit modernen Smartphones ohne Datentarif im Netz surfen. Erst mit den sinkenden Preisen wurde das Internet am Handy interessant.

AnwenderInnen werden EntwicklerInnen

Ein interessanter Trend aus AnwenderInnensicht ist der Umstand, dass viele NutzerInnen auch zu Applikations-EntwicklerInnen werden. Gerade im studentischen Umfeld - und hierauf bezieht sich auch der Wall Street Journal-Artikel - werden in den USA immer mehr Apps entwickelt. Durch die  Application Programming Interfaces (APIs) wird der Programmieraufwand reduziert und es so auch einfacher Apps zu schreiben. (red)