Bild nicht mehr verfügbar.

Onsen in Nikko im Norden Japans.

Foto: REUTERS/Ritsuko Ando

Ottendorf - "Japanische Badekultur vor Ort" sollen in vier bis sechs Jahren Gäste im geplanten "Ryokan Onsen Resort" im oststeirischen Ottendorf erleben. Die - wörtlich übersetzt - Unterkunft mit heißen Quellen ist nicht als "Massentherme" geplant, sondern als luxuriöse Anlage nach japanischem Vorbild. In Japan sind Onsen eine Jahrtausende alte Tradition, die nun erstmals in deren Geschichte außerhalb Japans eine "authentische" Wiedergabe finden soll, so Initiator Werner Hochegger bei der Projektpräsentation.

Geplant sind 81 Ryokans, die in neun mal neun Einheiten in Form einer Blume entlang eines Hügels mit Blick auf die Riegersburg gesetzt werden sollen. Jedes einzelne Ryokan ist für drei bis fünf Personen gedacht, die ein eigenes Bad mit Thermalwasser und einen Garten zur Verfügung haben. Das heilende Wasser wird für jede Buchung neu eingelassen. Preislich dürfte das Angebot, das in sechs Jahren fertiggestellt sein soll, eher im gehobenen Preissegment liegen. In Japan koste ein Wochenende für zwei Personen in einem Onsen umgerechnet rund 738 Euro.

Für das Projekt sind 100 bis 120 Millionen Euro von japanischen Investoren veranschlagt. Um Förderungen beim Land Steiermark oder anderen Einrichtungen der öffentlichen Hand wolle man nicht ansuchen. In etwa einem Jahr will Matt Taylor, ein in Japan lebender US-amerikanischer Projektmanager, die Gelder aufgetrieben haben. Hochegger ist Japan-Fan und Importeur von Toshiba-Klimageräten. (APA)