Diese Woche stand Raiffeisen Int. mit ihren bekanntgewordenen Fusionsplänen ganz klar im Mittelpunkt des Geschehens. Die Aktie verlor im Vergleich zu letztem Donnerstag heftige 20,3%, was den ATX insgesamt zu einem Minus von 4,7% "verhalf". Alle anderen Ereignisse in dieser Woche sind medial zu Nebenschauplätzen geworden. Zumindest am Freitag dieser Woche setzte die Aktie zu einer Erholung an. Für unsere Research-Zertifikate bedeutete dieser Kursverfall natürlich ein Waterloo, die gesamte Outperformance des Jahres 2010 wurde in 3
Tagen zu Nichte gmacht.

Die Gewinnerliste im ATX war in der letzten Woche dünn gesät: SBO gewann 1,7%, unterstützt durch einen starken Ölpreis und unsere Kurszielerhöhung. Die Österr. Post und RHI gewannen jeweils etwas unter 1%, wobei es bei beiden Werten keine großartigen News in den letzten Tagen gegeben hat. Beide bewiesen zuletzt aber ganz klar relative Stärke zum Gesamtmarkt. Auf der Verliererseite standen - neben der Raiffeisen Int. - noch STRABAG (-9,4%) und Intercell (-5,7%). Bei beiden Werten gab es eigentlich keinen wirklichen Anlass für diesen
Kursverfall, außer dem schlechten Sentiment insgesamt. Charttechnisch wirken diese beiden Werte allerdings eher einigermaßen angeschlagen.

Der ATX gesamthaft betrachtet ist weiterhin in seiner mehr oder weniger schwachen Seitwärtsbewegung gefangen. Die 200-Tageslinie ist diese Woche über 2.400 Punkte gestiegen und liegt derzeit bei ca. 2.405 Punkten. Bei vielen Werten im ATX ist der Kampf um die 200-Tageslinie aktuell ein Thema, beim ATX selbst dürfte ein weiterer Test in den nächsten Tagen bevorstehen. Während von fundamentaler Seite für uns relativ klar ist, dass der ATX zu tief notiert, sprechen Charttechnik und Sentiment kurzfristig noch eine etwas andere Sprache.