Salzburg - Der rechtsextreme Publizist Richard Melisch kommt am Dienstag auf Einladung des FPÖ-nahen Akademikerverbandes zu einem Vortrag nach Salzburg. Das berichtet salzburg.orf.at.

Melisch veröffentlichte laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes schon öfter krude Thesen über "Zionismus" und "Nahost" und ist laut Experten regelmäßig in Kontakt mit führenden Rechtsextremen. Den Terroristen Osama Bin Laden bezeichnet Melisch etwa als tapferen Kämpfer gegen die USA und Israel.

Geisteshaltung war FPÖ-nahem Verein "nicht bekannt"

Die Veranstalter in Salzburg wollen von dem Hintergrund ihres Gastes nichts wissen. Am heutigen Dienstag kommt Melisch zu einem Votrag nach Salzburg, seine Rede trägt den Titel "Der Staat Israel - sein Entstehen, sein Schicksal, sein Überleben". Eingeladen wurde er vom so genannten "Neuen Klub", einer Teilorganisation des FPÖ-nahen Freiheitlichen Akademikerverbandes. Der Vorstand des Neuen Klubs ist der Salzburger Jurist Wolfgang Caspart.

Im Gespräch mit salzburg.orf.at bestritt Caspart jegliche Nähe zum Rechtsextremismus. Dass Melisch als solcher gilt, sei ihm nicht bekannt gewesen. Sollte der heutige Vortrag anstößig sein, wolle Caspart den Vortragenden Melisch nicht mehr einladen. Der Neue Klub habe auch schon mehrere linke Persönlichkeiten zu Vorträgen gebeten, rechtfertigte sich Caspart. (red, derStandard.at, 9.3.2010)