Im Iran sind einem Agenturbericht zufolge 30 Menschen wegen angeblicher Mitgliedschaft in einem Internet-Netzwerk festgenommen worden. Der mit den USA in Verbindung stehenden Gruppierung werde unter anderem vorgeworfen, Informationen über iranische Nuklearwissenschaftler gesammelt zu haben, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars am Samstag. Auch die Organisation von illegalen Demonstrationen nach den Präsidentschaftswahlen werde ihnen zur Last gelegt. Die Gruppe habe zudem versucht, über das Internet Menschen zur Ausbildung bei einer linken Exil-Gruppe im Irak zu rekrutieren.

Staatskrise

Der islamische Staat steckt in der schwersten innenpolitischen Krise seines Bestehens. Die Fronten zwischen Oppositionsanhängern und Regierung sind seit der umstrittenen Präsidentenwahl im Juni verhärtet. Die Opposition wirft den Behörden vor, die Wahl zugunsten Ahmadinedschads gefälscht zu haben. Seither kam es wiederholt zu Großdemonstrationen und Unruhen. (Reuters)