Die deutsche Regierung will die Behinderung von Programmen der Deutschen Welle (DW) durch den Iran nicht länger hinnehmen. In einem gemeinsamen Brief mit den Außenministern von Frankreich und Großbritannien sprach sich der deutsche Ressortchef Guido Westerwelle für ein gemeinsames Vorgehen der Europäischen Union aus, wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin bestätigte. Bereits beim Treffen der EU-Außenminister am kommenden Montag in Brüssel könnte dazu eine Erklärung verabschiedet werden.

Nach einem Bericht der französischen Tageszeitung "Le Figaro" wird bereits über Sanktionen nachgedacht. Beispielsweise könnte Konzernen wie Siemens oder Nokia die Ausfuhr von Technologien verboten werden, die die Kontrolle von E-Mails oder Handy-Gesprächen ermöglicht.

Der Iran behindert bereits seit mehreren Monaten die Ausstrahlung von zahlreichen Radio- und Fernsehprogrammen aus dem Ausland, die über Satellit ausgestrahlt werden. (APA)