Foto von Hans Hermann Groer aus dem Jahr 1989

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Der Paudorfer Pfarrer Udo Fischer hat sich stets gegen das Schweigen in der Kirche ausgesprochen, wenn es um Aufklärung von Unrecht ging

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Wien - Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen die katholische Kirche hat der streitbare Paudorfer Pfarrer Udo Fischer am Mittwochabend den Papst kritisiert. In der "ZiB2" forderte er Benedikt XVI. auf, sich zu entschuldigen und etwas am Verhalten der Kirche zu ändern. "Der Papst hätte schon längst auftreten und sprechen müssen." Sein Schweigen sei "ganz schlimm", meinte Fischer. "Jesus hätte dazu sicher nicht geschwiegen."

Der Paudorfer Pfarrer hielt den Papst vor, dass er als Bischof Josef Ratzinger noch ein Dekret angeordnet habe, wonach Missbrauchsfälle vertuscht werden sollten. Das sei zwar vor neun Jahren revidiert, aber bis jetzt nicht zurückgenommen worden. Auch beim Fall Groer sei nur vertuscht worden, der Vatikan habe damals "überhaupt nichts unternommen". Den österreichischen Bischöfen attestierte Fischer zumindest ein Bemühen, das Problem sei aber, dass ihre Autorität sehr gelitten habe. (APA)