Jeder Fünfte in Österreich wird in Chats, Mails, per SMS oder auch durch Verbreitung von Inhalten auf Websites belästigt. Das hat eine Studie der Donau-Universität Krems und der Universität Wien zum Thema "Cyber-Stalking" ergeben, die am Donnerstagabend präsentiert werden sollte und über die der "Kurier" berichtet.

Stalken mittels SMS und Mails

Befragt wurden 747 Personen nach repräsentativen Kriterien im Alter von 18 bis 66 Jahren. Demnach wurden 2,7 Prozent der Befragten virtuell belästigt, indem unerwünschte Informationen über sie im World Wide Web verbreitet wurden. Umgelegt auf die österreichische Bevölkerung im relevanten Alter wären das mehr als 120.000 Personen. Am weitaus häufigsten ist aber das Stalken von Privatpersonen mittels SMS und Mails.

Ex-Partner

Die Täter sind häufig Ex-Partner, die Opfer - und das ist eines der überraschenden Ergebnisse der Studie - zu gleichen Teilen Frauen und Männer. Fremde Täter agieren oft in Chats und via Mails. Durchschnittlich ein Monat sind die Täter aktiv. Ebenfalls auffällig ist, dass in der Studie keine Anhaltspunkte dafür gefunden wurden, dass Social Networks a la Facebook hauptsächlich zum Stalking verwendet werden. (APA)