Das WePad tritt gegen Apple an.

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Die Berliner Firma Neofonie tritt gegen Apple an. Deren am Montag vorgestelltes WePad (288 x 190 x 13 mm) schaut in etwa aus wie ein iPad, ist allerdings etwas klobiger und zeigt auch sonst einige gravierende Unterschiede. Das Display des Geräts ist 11,6 Zoll groß und mit einem Touchscreen und einer Auflösung von 1366x768 Pixeln ausgestattet.

Android

Im Gegensatz zum iPad hat das günstigere Gerät, das auf dem Betriebssystem Linux läuft, eine 1,3 Megapixel Kamera, Wlan, USB-Anschlüsse und ist mit Flash-Software, mit der die meisten Internet-Videos abgespielt werden, kompatibel. Es kommt mit den EBook-Formaten ePub, PDF, TXT und Mobipocket klar. Zusätzlich können Android-Apps installiert werden.

Ab 449 Euro


Im Inneren werkt ein Intel-Prozessor Atom N450 und 1,66 GHz. Bei der Akkulaufzeit gibt die Firma 6 Stunden an.
Das WePad kommt im August in den Handel und kostet in der billigsten Variante (16 GB Speicher) 449 Euro. Das WePad 3G - mit UMTS-Modul, 32 GB Speicher und GPS - schlägt sich mit 569 Euro zu Buche.

Breite Masse

"Unser Ziel ist, dass es ein Gerät für die breite Masse wird" , sagt Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen. Unters Volk soll das Volksgerät durch Zeitungen und Magazine gebracht werden. Diese könnten es als Abo-Prämie anbieten. Interesse gibt es, etwa bei Gruner+Jahr oder Springer.

"Die Verlage haben gemischte Gefühle, sich in die Abhängigkeit von Apple zu begeben"

Denn nicht alle Verlage wollen mit Apple kooperieren. "Die Verlage haben gemischte Gefühle, sich in die Abhängigkeit von Apple zu begeben" , sagt dazu Multimediaexperte Holger Kransky vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). So hat Neofonie im Gegensatz zu Apple nichts dagegen, dass auf dem WePad auch erotische Inhalte angeboten werden.(APA/red)

UPDATE: Es gibt Zweifel am WePad, da bei der Präsentation falsche Angaben gemacht wurden