Die neue Developer Preview erlaubt den Wechsel auf einzelne Tabs per Awesomebar

Screenshot: Andreas Proschofsky

Der zunehmenden Konkurrenz am Browsermarkt will man bei Mozilla mit einer Beschleunigung der Entwicklung der eigenen Software begegnen. So gibt es nun etwa alle zwei bis drei Wochen eine aktuelle Testversion der kommenden Firefox-Generation, die bereits in einem recht frühen Stadium einen ersten Vorgeschmack auf künftige Neuerungen bieten soll. Mit der vierten sogenannten "Developer Preview" für Firefox 3.7 führt man hier nun wieder einige Verbesserungen am Bestehenden, aber auch neue Features ein.

Awesome

So wurde etwa die erweiterte URL-Zeile des Firefox - der "Awesomebar" - um eine neue Möglichkeit ergänzt, wer will kann nun auch auf diesem Weg zwischen den gerade geöffneten Tabs wechseln. Von Haus aus aktiviert ist mit der Developer Preview 4 jetzt zudem jene Funktion, die das Verändern der Größe eines Texteingabefelds zulässt.

Beenden

Darüber hinaus hat man aber auch wieder eifrig an der Performanceschraube gedreht: Massive Verbesserungen beansprucht man dabei vor allem bei einem oft eher vernachlässigten Faktor, der Browser soll nun um nicht weniger als 97 Prozent flotter beendet werden. Eine Änderungen, die sich vor allem beim Neustart nach der Installation von Addons deutlich bemerkbar macht.

Speed

Einen weitere Fokus der aktuellen Optimierungen stellt die Reduktion der I/O-Zugriffe des Hauptprogramms dar, als Konsequenz soll sich der Firefox 3.7 allgemein erheblich flotter als die aktuelle stabile Version der Software "anfühlen". Windows-NutzerInnen können sich zudem auf eine bessere Video-Performance im Fullscreen-Modus freuen, schließlich wird dafür nun die 3D-Beschleunigung des Systems genutzt, unter Mac und Linux will man diese Optimierung in einer späteren Version nachreichen. Weiter aufpoliert hat man zudem den Direct2D-Support, allerdings ist dieser weiterhin nicht von Haus aus aktiviert.

Einschränkung

Für Web-EntwicklerInnen bringt die aktuelle Testversion eine wichtige Änderung, aus Sicherheitsgründen hat man den Zugriff auf den CSS-Parameter :visited verändert, da über diesen bislang Zugriffe auf die History möglich sind. Da hierfür potentiell Änderungen an manche bestehenden Webseiten nötig sein könnten, hofft man gerade in diesem Bereich auf frühes Feedback. Einiges an Arbeit investiert man zudem in die "Out-of-process-plugins", die Auslagerung von Flash und Co. in einen eigenen Prozess soll die Stabilität des Browsers verbessern. Erstmals wird mit der Developer Preview 4 jetzt auch das Betriebssystem von Apple unterstützt, allerdings sind hier Mac OS X 10.6 und die aktuelle Flash-Beta Voraussetzung.

Download

Die Firefox 3.7 Developer Preview 4 kann kostenlos für Windows, Linux und Mac OS X von der Seite des Projekts heruntergeladen werden, aufgrund der experimentellen Natur dieser Version sei dies aber wirklich nur testwilligen NutzerInnen angeraten. Die aktuelle Release sollte nicht mit Firefox "Lorentz" verwechselt werden, handelt es sich bei letzterem doch um ein Weiterentwicklung von Firefox 3.6, die lediglich dazu gedacht ist die Out-of-process-plugins in die stabile Serie zu übernehmen. (apo, derStandard.at, 13.04.10)