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Auch am Montagabend zogen die nun nicht mehr in rot gekleideten "Rothemden" durch die Innenstadt von Bangkok.

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Der kranke König Bhumibol äußerte sich erstmals seit Beginn der blutigen Machtkämpfe öffentlich, ging aber nicht auf den Konflikt ein.

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Demo-Accessoires in Bangkok.

Foto: AP Photo/Wong Maye-E

Bangkok (APA/apn) - Der thailändische König Bhumibol Adulyadej hat sich erstmals seit Ausbruch der politischen Krise in seinem Land öffentlich geäußert. Er rief neu ernannte Richter am Montag auf, ihren Pflichten nachzukommen und damit ein Beispiel zu setzen, um die Stabilität wiederherzustellen. In seiner Rede ging der Monarch nicht direkt auf den Konflikt zwischen Regierung und Oppositionellen ein und ließ viel Raum für Interpretation. Bhumibol äußerte sich in dem Krankenhaus, in dem er seit mehr als sieben Monaten behandelt wird.

Seit Beginn der Konfrontation im März kamen mindestens 26 Menschen ums Leben, nahezu 1000 wurden verletzt. Tausende Demonstranten vor allem aus den ländlichen Regionen belagern seit Wochen Teile der Innenstadt von Bangkok. Die Oppositionsanhänger fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva und eine Neuwahl des Parlaments.

Rothemden: "Müssen uns darauf vorbereiten unterzutauchen"

Aus Furcht vor einer blutigen Niederschlagung ihrer wochenlangen Proteste haben die thailändischen Oppositionellen ihre Erkennungsfarbe abgelegt. Die "Rothemden" müssten sich darauf einstellen, im Notfall unerkannt unterzutauchen, erklärte die Führung der Protestbewegung am Montag. Außerdem könnten so weitere Demonstranten ungehindert aus der Provinz in die Hauptstadt gelangen. Die Rothemden sind Anhänger des 2006 vom Militär gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra.

Ein Anführer der von konservativen royalistischen Kreisen getragenen "Gelbhemden", Suriyasai Katasila, kritisierte unterdessen die Regierung, die sich als zu schwach erwiesen habe, dem Gesetz zur Geltung zu verhelfen. Damit schien sich eine weitere Eskalation abzuzeichnen. Die Fronten zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften sind schon seit Wochen verhärtet.

Elf Verletzte bei Granatenangriff

Die tausenden inzwischen nicht mehr in Rot gekleideten Oppositionellen campierten am Montag bereits den 24. Tag in der Innenstadt, um den Rücktritt der Regierung zu erzwingen. Ihre Anhänger kommen zumeist aus der ländlichen Bevölkerung, die den gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra unterstützt.

Bei einem Granatenangriff auf das Haus des ehemaligen thailändischen Regierungschefs Banharn Silpa-archa in Bangkok sind am Sonntagabend elf Menschen verletzt worden. Eines der Opfer habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten, die übrigen leichte, teilte die Polizei mit. Banharn war von Juli 1995 bis November 1996 thailändischer Ministerpräsident. In den vergangenen Wochen wurden mehrere politisch bedeutsame Orte in Thailand Ziele von Anschlägen. (APA/apn)