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Thomas Jun schoss den SK Rapid mit 1:0 ab und aus dem Titelrennen.

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Rapids Kampf war zu wenig.

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Rapid und Spielmacher Steffen Hofmann auf verlorenem Posten.

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Viola feiert den Derbysieg ...

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... und stellt die neuen Stadtverhältnisse zur Schau.

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Wien - "Wir sind die Nummer eins von Wien und das bleiben wir auch", stellte Zlatko Junuzovic nach dem 293. Wiener Derby klar. Die Austria hat Rapid mit 1:0 (1:0) geschlagen und steht plötzlich wieder im Rennen um den österreichischen Fußball-Meistertitel. Die Violetten liegen zwar zwei Runden vor Schluss vier Punkte hinter Titelverteidiger Salzburg, am Sonntag (16.00 Uhr) steht jedoch in der Mozartstadt das direkte Duell auf dem Programm. Rapid hat mit sechs Zählern Rückstand auf die Salzburger wohl nur noch theoretische Chancen.

Viola auf Bullenjagd

Die Favoritenrolle liegt nach wie vor klar bei den Salzburgern, denen am Sonntag in der vorletzten Runde bereits ein Remis zum vorzeitigen Titelgewinn genügt. Die Entscheidung im umkämpften Derby fiel bereits in der 9. Minute durch einen Treffer des Tschechen Jun. Rapid, das nach der Pause vergeblich auf den Ausgleich drängte, traf im hektischen Finish durch Drazan und Jelavic zweimal die Latte. Die Austria feierte den ersten Derbyerfolg seit 11. November 2008, Rapid bleibt im ungeliebten Horr-Stadion seit 22. Oktober 2005 sieglos.

Durch den Salzburger Umfaller am Dienstag (0:2 in Kapfenberg) hatte der Lokalschlager weiter an Brisanz gewonnen. Denn plötzlich ging es nicht nur um die fußballerische Nummer-eins-Position in der Hauptstadt, sondern für den Sieger auch noch um eine halbwegs realistische Chance im Titelkampf.

Jun macht Austria froh

Ein Remis hätte im Rennen um die Meisterschaft ausschließlich Salzburg geholfen, deshalb verlegten sich beide Teams trotz allen Respekts rasch aufs Angreifen. Nach einer ersten Chance für Jun (7.) stellte der Tscheche wenig später auf 1:0 (9.). Der Löwenanteil des Treffers gehörte jedoch Klein, der sich auf der rechten Seite energisch gegen Kavlak durchsetzte und Jun den Ball mustergültig per Querpass servierte.

Rapid brauchte einige Zeit, um den Rückschlag zu verdauen. Denn während die Austria kontrolliert und unkompliziert nach vorne spielte, präsentierte sich der Gast gegen die gut stehende violette Defensive ideenlos, auch Regisseur Hofmann kam überhaupt nicht ins Spiel. Erst kurz vor Pause wurden die Rapidler zwingender, Lindner parierte einen von Eder gefährlich abgefälschten Heikkinen-Schuss (39.), ein Jelavic-Fallrückzieher landete knapp neben dem Tor (41.).

Lindner hält dicht

Nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich Rapid ein leichtes Übergewicht. Den Rapidlern fehlte trotz der klaren Ausgangslage der letzte Biss, das entscheidende Etwas. Jun (47.) und Linz (54.) verpassten das 2:0 für die Austria, Kavlak hatte gute Chancen auf den Ausgleich (57., 67.). Bei einem Weitschuss von Hofmann glänzte Austrias Jung-Goalie Lindner (72.), der bei einer Flanke von Drazan an die Latte und einem Lupfer Glück hatte (78.). Genauso wie bei einem gefühlvollen Lupfer von Jelavic an die Latte (88.). Damit war der bereits elfte 1:0-Sieg der Austria in der laufenden Saison und das Comeback der zehn Ligaspiele unbesiegten Veilchen im Titelrennen perfekt. (red)

FK Austria Wien - SK Rapid Wien 1:0 (1:0). Wien, Franz Horr Stadion, 13.500 (ausverkauft), SR Gangl.

Tor: 1:0 ( 9.) Jun

Austria: Lindner - Standfest, Dragovic, Ortlechner, Suttner - Klein, Baumgartlinger, Junuzovic, Liendl (69. Vorisek) - Linz (73. Schumacher), Jun (88. Hattenberger)

Rapid: Hedl - Dober, Eder, Soma, Thonhofer - Hofmann, Kulovits (85. Salihi), Boskovic (56. Drazan), Heikkinen, Kavlak (69. Konrad) - Jelavic

Gelbe Karten: Suttner bzw. Thonhofer, Dober