München - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im ersten Quartal dank einer überraschend hohen Rendite auf ihre Kapitalanlagen den Gewinn gesteigert. Wegen Belastungen durch zahlreiche Naturkatastrophen ist das Jahresziel für das Management aber inzwischen schwieriger zu erreichen. Der Überschuss erhöhte sich in den ersten drei Monaten 2010 um elf Prozent auf 485 Mio. Euro, wie der weltgrößte Rückversicherer am Freitag mitteilte.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 387 Mio. Euro gerechnet. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 80 Prozent und damit viel stärker als erwartet auf 2,46 Mrd. Euro.

Die Münchener Rück hatte die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen bereits auf 700 (Vorjahreszeitraum 187) Mio. Euro beziffert. Der Großteil entfiel mit 500 Mio. Euro auf das Erdbeben in Chile. Hinzu kamen das Erdbeben in China und Haiti, der Wintersturm "Xynthia" über Westeuropa sowie Unwetter in Australien. Das führte zu schwachen Ergebnissen im Kerngeschäft.

Im Gesamtjahr will der Dax-Konzern unter dem Strich weiter mehr als zwei Mrd. Euro verdienen. Angesichts der hohen Lasten durch Naturkatastrophen sei dieses Ziel aber "zunehmend ambitioniert", sagte Finanzchef Jörg Schneider. (APA/Reuters)