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Schwer vergrämt: Valentino will seine Sammlung an Kleidern, Zeichnungen und Fotos lieber in Paris ausstellen.

Foto: APA/Onorati

Rom  - Zwischen der römischen Stadtverwaltung und Valentino gibt es Streit: Anlass ist ein Museum, das dem Modeschöpfer bei seiner letzten Haute-Couture-Schau in Rom 2007 vom damaligen Bürgermeister Veltroni versprochen worden war.

Valentino möchte die für den Sitz des Museums vorgesehenen 5.000 Quadratmeter in den Hallen des früheren Fischmarktes exklusiv für sich, die Stadtverwaltung plant hingegen ein "Modezentrum". "Wir wollen einen Mode-Pool schaffen für alle Stilisten und Valentino könne sich ja zum 'Promoter' des Projekts machen, wenn er an einem Museum interessiert ist", erklärte Alessandro Vannini, Mode- und Tourismusbeauftragter der römischen Stadtverwaltung.

Der Designer zeigte sich empört. Er will das Museum deshalb in seinem Schloss nahe Versailles bei Paris einrichten. "Viele junge Leute schreiben Dissertationen über meine Mode. Es gibt aber auch künftige Designer oder einfach Modeliebhaber, die gern meine Kleider sehen würden", meinte der Designer. Valentino hatte 2008 sein Modeimperium verkauft. Der 76-Jährige zog sich nach 45 Jahren Karriere aus dem Modegeschäft zurück. In Österreich entwarf er zuletzt die Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer für das Neujahrskonzert 2010. (APA/red)