Ankara - Mehr als 130 Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sind seit März bei Angriffen des türkischen Militärs getötet worden. Allein bei Einsätzen gegen Verstecke der PKK-Kämpfer im Nordirak seien rund hundert Aufständische getötet worden, sagte ein türkischer General am Freitag in Ankara. Innerhalb der Türkei kamen demnach seit März zudem rund 30 Rebellen ums Leben. Erst am Mittwoch starben bei einem Einsatz des türkischen Militärs im Nordirak mindestens fünf PKK-Rebellen.

Laut General Fahri Kir wurden bei den Einsätzen auch mindestens 43 türkische Sicherheitskräfte getötet. Die PKK hatte nach einer längeren Winterpause in den vergangenen Wochen die Angriffe verschärft. Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hatte Ende Mai seine Bemühungen um einen Dialog mit der Regierung in Ankara für beendet erklärt. Kir sagte, es werde daher befürchtet, dass die PKK ihre Angriffe ausweite. Die Armee werde die PKK weiterhin "mit Entschlossenheit und Geduld" verfolgen, bis die Organisation "neutralisiert" sei.

Die EU und die Türkei stufen die PKK als terroristische Organisation ein. Die kurdische Rebellengruppe kämpft für mehr Unabhängigkeit der Kurden. In dem Konflikt starben seit 1984 Schätzungen zufolge rund 45.000 Menschen. (APA)