Natürlich bezieht sich die Verschwiegenheits- und Geheimhaltungspflicht eines Anwalts auch auf rechtswidrige Handlungen eines Klienten. Wird der Anwalt selbst einer strafbaren Handlung bezichtigt, muss er weiter schweigen. Auch dann darf er anvertrautes Wissen zu seiner eigenen Verteidigung nur insoweit preisgeben, als dies unumgänglich notwendig erscheint (4 Bkd 1/02 vom 2. 9. 2002). (gor, Der Standard, Printausgabe, 22.04.2003)