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Eine Besucherkarte, ausgestellt auf die Namen Erich Ludendorf, Ernst Röhm und Albrecht von Graefe

Foto: APA/Daniel Karmann

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Ein Häftlings-Aufnahmeschreiben mit der Unterschrift von Adolf Hitler

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Fürth - Bisher unbekannte Dokumente aus Adolf Hitlers Zeit als Gefangener in Landsberg am Lech (westlich von München) sind am Freitag für 27.000 Euro versteigert worden. Wie das Auktionshaus, das die rund 500 Schriftstücke und Unterlagen angeboten hatte, berichtete, habe ein Privatmann aus Deutschland das entsprechende Gebot abgegeben. Er sei bei der Auktion in Fürth nicht selbst dabei gewesen, sondern habe schriftlich geboten. Die Dokumente hatte ein Mann aus Nürnberg versteigern lassen; sein Vater hatte sie wohl zufällig in den 1970er Jahren auf einem Flohmarkt zusammen mit alten Büchern erworben.

Die Schriftstücke und Unterlagen beinhalten das Aufnahmebuch des Gefängnisses, Briefe der Anstaltsleitung und etwa 350 Besucherkarten. Das Mindestgebot lag bei 25.000 Euro. Hitler war wegen des gescheiterten Putschversuchs ("Marsch zur Münchner Feldherrnhalle") im November 1923 wegen Hochverrats festgenommen worden und bis Ende 1924 in Landsberg inhaftiert. Historisch belegt ist, dass er von der Gefängnisleitung eine Vorzugsbehandlung erhielt und etliche Besucher empfangen durfte. Dort diktierte der Nazi-Führer auch sein Buch "Mein Kampf". (APA)