Wien  - Die Zahl der Anmeldungen zur 24-Stunden-Betreuung im Pflegebereich ist weiter angestiegen. Mit Stichtag 30. Juni waren laut Wirtschaftskammer insgesamt 27.622 aufrechte Gewerbeberechtigungen gemeldet, davon sind derzeit 23.326 aktiv. Das sind um gut 4.000 aktive Betreuer mehr als im November 2009, damals hatten rund 19.000 Personen eine aktive Gewerbeberechtigung für die 24-Stunden-Betreuung. Insgesamt lag die Zahl der Berechtigungen damals bei 21.840. Die Zahl der angestellten Betreuungskräfte lag zuletzt laut Sozialministerium bei rund 300 Personen.

Der Großteil der Anträge auf Förderung wurde 2009 bewilligt - abgelehnt wurden lediglich 220 der Begehren. Die wichtigsten Gründe für eine Ablehnung waren ein zu geringer Pflegeaufwand und das Fehlen eines Betreuungsverhältnisses im Sinne des dafür zuständigen Hausbetreuungsgesetzes.

Ausgaben liegen bei ca. 30 Millionen Euro

Die Ausgaben des Bundes für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung lag im Vorjahr laut Sozialministerium bei 28,82 Millionen Euro. In den ersten fünf Monaten 2010 machten diese Ausgaben 16,15 Millionen Euro aus.

Nach wie vor nehmen die meisten Pflegebedürftigen (rund 80 Prozent) die Dienste von zwei Betreuungskräften in Anspruch. Das bedeutet, dass rund 11.500 Pflegebedürftige das System der 24-Stunden-Betreuung nutzen. (APA)