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200 Meter lang ist die Hängebrücke in den Alpen

Foto: APA/BARBARA GINDL

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1.800 Menschen könnten auf einmal über die Brücke gehen

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Salzburg - In Saalbach-Hinterglemm im Pinzgau wird vom kommenden Freitag bis Sonntag die "längste Fußgängerhängebrücke der Alpen" und der "höchst gelegene Baumwipfelwanderweg Europas" eröffnet. Die Brücke wird "Golden Gate Bridge der Alpen" genannt und soll weniger wagemutigen Gästen den "Kick" eines hautnahen Naturerlebnisses in luftigen Höhen vermitteln.

200 Meter lange Hängebrücke

Auf 1.300 Metern Seehöhe ragen zwei orangefarbene, 38 und 26 Meter hohe Stahlträger über der 42 Meter tiefen Saalach-Schlucht. Trotz der robusten Bauweise wirkt die 200 Meter lange und 1,60 Meter breite Hängebrücke schlank und elegant. "Durch die Geländebeschaffenheit hat sich das Vorbild der Golden Gate ergeben. 

"1.800 Menschen können auf einmal auf die Brücke", erklärt Bartholomäus "Bascht" Hasenauer, der Besitzer der Lindlingalm. Er und  Projektleiter Reinhold Bauböck teilten sich zu je 50 Prozent die 1,5 Mio. Euro Errichtungskosten. 200.000 Euro lukrierten sie aus EU-Fördermittel. Von der Planung bis zur Ausführung wurden Firmen aus der Region engagiert. Der Aufbau dauerte zwei Monate. In fünf Jahren soll sich das Projekt amortisiert haben. Erwachsene zahlen neun Euro Eintritt und Kinder fünf. Die Brücke ist ganzjährig begehbar.

In die Baumkronen über den "Baumzipfelweg"

Angeschlossen ist ein 650 Meter langer "Baumzipfelweg". Jeder Besucher bekommt eine grüne Zipfelmütze, die er sich zur Erinnerung behalten darf. Der "Baumzipfelweg" ist im Eintritt inbegriffenen und führt den Besucher über Stufen und Brücken durch die Stockwerke des Baumes hinauf bis zu den Wipfeln, 28 Meter über dem Boden.

Neue Perspekiven

"Die Natur ist unser Kapital. Wenn man die Möglichkeit hat, eine Attraktion zu installieren, dann soll man das machen. Der Gast, der kommt nicht mehr nur wegen der Natur", erklärt Hasenauer.  "Aber ich bau mir nichts her, was mir nicht gefällt. Ich schau das ja am Tag hundertmal an. Die Grundidee war ein Ausflugsziel für Groß und Klein. Du musst Erlebniswelten schaffen, um attraktiv zu sein. Die Leute werden zur Bewegung in der Natur animiert, wir führen sie in neue Perspektiven. Wenn man die Natur so intensiv erlebt, wird auch die Achtung an ihr geweckt. Mit der Bauweise wird nichts zerstört, sie integriert sich in die Landschaft, so Hasenauer.

Sommer-Erlebniswelten

Wer bei schönem Wetter auf der Brücke steht, kann das kunterbunte Treiben auf der Lindlingalm beobachten. Kinder und Erwachsene vergnügen sich im "Schnitza's Park" oder kneippen im "Teufelswasser". Nebenan weiden die Kühe. Der Glemmtalschlusszug und Mountainbiker keuchen herauf. Seit es die Freizeitanlagen auf der Alm gibt, "kommen im Sommer 20 Prozent mehr Gäste", erzählt "Bascht". 1,5 Millionen Nächtigungen verbucht der Tourismusverband im Winter, 500.000 im Sommer. "Die Zahlen sind die letzten zwei Jahre stabil. Der Tourismus braucht den Kick, den gewissen Anreiz für die Reiseplanung. Unser Ziel ist, im Sommer noch zuzulegen", resümiert Danzer.(APA)