Botschafter Gustavo Adolfo Marquez Marín

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Caracas - Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Venezuela und Kolumbien haben sich weiter verschlechtert: Venezuela zog am Freitag aus Protest gegen Vorwürfe der Unterstützung kolumbianischer Rebellen seinen Botschafter aus Kolumbiens Hauptstadt Bogotá ab. Damit werde auf die "Lügen und Unwahrheiten" reagiert, die Kolumbiens Regierung unter Präsident Alvaro Uribe verbreitet habe, erklärte das venezolanische Außenministerium. Botschafter Gustavo Marquez werde nun in die Suche nach angemessenen "politischen Maßnahmen" eingebunden.

Kolumbien hatte am Donnerstag erklärt, es habe "Beweise" dafür, dass sich vier Führer der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) und ein Vertreter der kolumbianischen "Nationalen Befreiungsarmee" (ELN) auf venezolanischem Staatsgebiet befänden. Die Beziehungen beider Länder sind ohnehin angespannt, seit Kolumbien und die USA im Juli 2009 eine Militärkooperation vereinbarten, die Venezuela als Bedrohung der Sicherheit der Region betrachtete. (APA)