Seoul - Nordkorea hat laut einem Medienbericht einen ehemaligen Regierungsmitarbeiter hinrichten lassen, der von 2004 bis 2007 für Gespräche mit dem Süden verantwortlich war. Kwon Ho-ung sei von einem Erschießungskommando exekutiert worden, berichtete die südkoreanische Zeitung "Dong-a Ilbo" am Dienstag unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle in Peking. Datum und Ort der Hinrichtung wurden nicht genannt. Der südkoreanische Geheimdienst und das Vereinigungsministerium in Seoul äußerten sich dazu nicht.

Im März wurden in Nordkorea wegen der fehlgeschlagenen Währungsreform der Finanzchef der kommunistischen Partei der Arbeit und der stellvertretende Leiter der staatlichen Planungsabteilung hingerichtet. Das Regime in Pjöngjang hatte im Vorjahr eine Währungsreform durchgeführt, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Allerdings sollen die Maßnahmen die prekäre Lebensmittelversorgung noch weiter verschlechtert und viele Bürger erzürnt haben. (APA/apn)