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Ein Mann im überschwemmten Wuhan.

Foto: AP

Peking - Am Drei-Schluchten-Damm in China hat sich die Situation am Wochenende etwas entspannt. Nachdem das Wasser an der Staumauer in den Tagen zuvor einen Höchststand erreicht hatte, ging der Pegel am Samstag und Sonntag allmählich zurück.

Dennoch wollten die Behörden noch keine Entwarnung geben. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao besuchte am Samstag die Hochwassergebiete in der Provinz Hubei und warnte vor weiteren Überschwemmungen.

Ministerpräsident erwartet weitere schwerwiegende Überschwemmungen

In Hubei liegt auch der riesige Drei-Schluchten-Damm, der den Jangtse staut. Es ist das größte Wasserkraftwerk der Welt. Der Wasserstand des Stausees lag Sonntag früh knapp 17 Meter unter der Obergrenze von 175 Metern. Wen sagte laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, der Damm spiele eine wichtige Rolle bei der Hochwasserkontrolle im Jangtse. Zugleich wies der Ministerpräsident die Behörden an, sich auf "weitere schwerwiegende Überschwemmungen und Katastrophen" einzustellen.

Die diesjährigen Überschwemmungen in China sind die schlimmsten seit Jahren. Mehr als 1.000 Menschen sind bereits ums Leben gekommen oder gelten als vermisst - das ist die höchste Opferzahl seit 1998. (APA/apn)