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Die Cerrados sind im Rückzug begriffen - am Horizont zieht bereits das neue Kulturland auf.

Foto: AP Photo/Eraldo Peres

Rio de Janeiro - Sie sind das südamerikanische Äquivalent zu den Savannen des südlichen Afrika: Die Campos cerrados oder auch kurz Cerrado im brasilianischen Binnenland - nach dem Amazonas- Regenwald sind sie das zweitgrößte Ökosystem Brasiliens. Zwar können sie nicht mit einer vergleichbar spektakulären Megafauna aufwarten wie die afrikanischen Savannen, doch zeichnen auch sie sich durch eine hohe Artenvielfalt in Tier- und Pflanzenwelt aus.

Doch die Cerrados schrumpfen dramatisch: Die ursprünglich mehr als zwei Millionen Quadratkilometer umfassende Region sei mittlerweile um nahezu die Hälfte (48,37 Prozent) zurückgegangen, warnte Brasiliens Geografie- und Statistikinstitut (IBGE) diese Woche in einer Studie und forderte sofortige Schutzmaßnahmen für die einzigartige Landschaft.

Als Hauptgrund für den Rückgang gilt die landwirtschaftliche Nutzung der Region, die sich über mehr als zehn Bundesstaaten Brasiliens ausdehnt. Die Cerrados bilden das Fundament für Brasiliens seit Jahren anhaltendes "Agrarwunder". Gigantische Farmen haben das Land vom Lebensmittelimporteur zum Exporteur gemacht - Rinder und Geflügel zählen ebenso zu den neuen Exportgütern wie Sojabohnen und Zuckerrohr.  (APA/red)