Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA

 Das  Anti-Minarett-Spiel der steirischen FPÖ ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft seit Freitagnachmittag vom Netz. Das Gericht sei dem am Donnerstag eingebrachten Antrag offenbar schnell gefolgt, hieß es von der Staatsanwaltschaft Graz. Der steirische FPÖ-Landeschef Gerhard Kurzmann kündigte Berufung an, sieht das mit dem Online-Spiel angepeilte Ziel aber dennoch erreicht.

"Liebe Besucher, aufgrund der politischen Einflussnahme unserer Gegner wurde dieses Spiel durch die Justiz verboten."

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans-Jörg Bacher, gegenüber der APA bestätigte, hatte die Anklagebehörde einen Antrag bei Gericht gestellt, nach dem Mediengesetz eine Beschlagnahme bzw. Sperre der Website durchführen zu lassen. Auf der Homepage der steirischen Freiheitlichen heißt es an der Stelle, wo bisher das Spiel positioniert war: "Liebe Besucher, aufgrund der politischen Einflussnahme unserer Gegner wurde dieses Spiel durch die Justiz verboten."

Rat

FPÖ-Landeschef und Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann bestätigte den Erhalt des Beschlusses am Freitagnachmittag: "Unser Rechtsvertreter hat uns geraten, das Spiel vom Netz zu nehmen und eine Erklärung zu veröffentlichen". Man werde volle Rechtsmittel einlegen, zumal man nicht mit dieser Entscheidung der Justiz übereinstimme. 214.000 Zugriffe bis zuletzt zeigten, dass das Thema interessiere. Das Hauptziel des Spiels, eine Diskussion zu initiieren und der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, per Abstimmung Einfluss zu nehmen, sei jedenfalls erreicht worden, so Kurzmann.

Das Anti-Minarett-Spiel mit dem Titel "Moschee-Baba" hatte zum Inhalt, Moscheen und Minarette sowie Muezzine per Mausklick "zu stoppen" und dafür Punkte zu sammeln. (APA)