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Sollte Rahm Emanuel sich für den Bürgermeisterposten Chicagos bewerben, braucht Obama einen neuen Einflüsterer.

Foto: Charles Dharapak, File/AP/dapd

Shoud I stay or should I go? Rahm Emanuel, Obamas Kabinettschef, steht vor einer wichtigen Entscheidung: Am Dienstag hat Chicagos Bürgermeister Richard M. Daley, der seit 1989 die Geschicke der Stadt lenkt, bekannt gegeben, kommendes Jahr nicht erneut kandidieren zu wollen. Emanuel ist in Chicago aufgewachsen und vertrat den Bundesstaat Illinois sechs Jahre lang im Repräsentantenhaus. Freunde berichten, Bürgermeister Chicagos wäre sein Traumjob.

Emanuel selbst, der für seine wenig zimperliche Art Konflikte auszutragen mit dem Beinamen "Rahmbo" bedacht wurde, hält sich noch bedeckt. Sollte er sich der Wahl stellen würde er das Weiße Haus zu einem ungünstigen Zeitpunkt verlassen. Im November stehen die wichtigen Midterm Elections an. Der Wahlkampf dafür hat bereits begonnen. Emanuel war stark involviert in die Ausarbeitung der Vorschläge, die zur Ankurbelung der US-amerikanischen Wirtschaft beitragen sollen. Und obwohl er sich bisher bedeckt hält, bringen die Spekulationen Unruhe ins Weiße Haus. Schon wird über mögliche Nachfolger spekuliert. Emanuel will sich in der kommenden Woche entscheiden.

Obama hätte zu einer eventuellen Kandidatur schon sein OK gegeben, berichtet die New York Times, habe aber nicht vor sich in den Wahlkampf in Chicago einzumischen. (red, derStandard.at, 10.9.2010)