Der in Frankfurt börsenotierte oberösterreichische Notebook-Hersteller Quanmax will das Vermögen des insolventen Unterhaltungselektronik-Herstellers funworld AG übernehmen. Für den Vertrag (Kaufpreis 2,2 Mio. Euro) bedürfe es nur noch der Zustimmung durch das Gericht, teilte Quanmax (ehemals Gericom) am Dienstag ad hoc mit. Die funworld AG hatte laut Aussendung 2009 einen Umsatz von 14 Mio. Euro erwirtschaftet.

Durch die Integration in das Unternehmen erwartet Quanmax kurzfristig außerordentliche Belastungen von 500.000 Euro, die im laufenden Geschäftsjahr 2010 schlagend werden. Für 2011 hebt der Notebook-Hersteller die Prognose für den Umsatz auf 100 Mio. Euro an - 2009 hatte dieser bei knapp 60 Mio. Euro gelegen.

Einziger Anbieter

Quanmax sei während des Sanierungsverfahrens als einziger Anbieter übrig geblieben, der das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen von funworld kaufen wollte, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (ÖON) bereits in ihrer Dienstagsausgabe. Um einen aufrechten Betrieb zu verkaufen, hat der Masseverwalter Martin Stossier zuletzt noch 17 der ehemals 80 Angestellten beschäftigt. Mit 30 Mitarbeitern aus der alten Belegschaft wolle Quanmax nun starten, so die Zeitung.

Zwischen den beiden Unternehmen hatten schon längere Zeit Verflechtungen bestanden. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Quanmax AG, Hannes Niederhauser, hatte sich 2007 mit 40 Prozent an der funworld beteiligt. Die Mehrheit gehörte laut OÖN bis zuletzt dem Firmengründer Josef Öhlinger. Niederhauser als Chairman (einem Aufsichtsrat, der sich sehr aktiv ins Geschäft einbringt) gebe auch bei Quanmax die strategische Linie vor. Zudem sitze der ehemalige Finanzchef von funworld - Andreas Blumauer - nunmehr im Aufsichtsrat von Quanmax, so die Zeitung. (APA)