Graz - Der börsennotierte japanische Gießmaschinenhersteller Sintokogio Ltd. hat eine Beteiligung von 25,1 Prozent am Grazer Umwelttechnik-Unternehmen Chemisch-Thermische Prozesstechnik GmbH (CTP) übernommen. Das Transaktionsvolumen von knapp 7 Mio. Euro sei über eine Kapitalerhöhung und über den Direkterwerb von privaten Eigentümeranteilen erfolgt, hieß es am Donnerstag seitens des steirischen Abluftreinigers.

Die Beteiligung ist noch vorbehaltlich der Genehmigung durch die europäischen Kartellbehörde. Laut Geschäftsführer Heimo Thalhammer strebe man mit dem japanischen Partner die "weltweite Marktführerschaft in der organischen Schadstoffbeseitigung" an. Sinto liefert vorrangig Gießereiausrüstung für die Industrie, u.a. für den japanischen Autohersteller Toyota. Da jedoch die Umweltsparte stark expandiere, baue Sinto nun auf Grazer Umwelttechnologien.

Die Grazer F&E-Abteilung wird nun durch Entwicklungsingenieure aus Japan verstärkt, zur Erarbeitung gemeinsamer Abgasreinigungstechnologien. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 1998 im Rahmen einer Lizenzvereinbarung zusammen. Ziel ist nun die Stärkung des Geschäfts in Europa und Japan und der Ausbau der Marktposition im asiatisch-pazifischen Raum. Außerdem will man in Amerika kräftig wachsen und den chinesischen Markt stärker bearbeiten, wo Sinto bereits mehr als tausend Mitarbeiter beschäftigt. (APA)