Universal Androot erlaubt den vollständigen Zugriff auf das System zahlreichere Android-Smartphones.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Anfragen nach erweiterten Berechtigungen müssen einzeln bestätigt werden.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Eine Beschränkung auf einen App-Store-Anbieter - wie es etwas beim iPhone der Fall ist - gibt es bei Android üblicherweise nicht, ein "Jailbreak" wie bei den Apple-Smartphones ist also nicht vonnöten, hier reicht das Zulassen externer Paketquellen in den Einstellungen des Geräts. Trotzdem kennt natürlich auch die Welt des Google-Betriebssystems so ihre Beschränkungen, einen uneingeschränkten Zugriff auf Systemressourcen lässt man allein schon aus Sicherheitsgründen von Haus aus nicht zu.

Möglichkeiten

Allerdings gibt es durchaus einige interessante Programme, die mit einem vollständigen "Root"-Zugang (also ohne den üblichen Beschränkungen) die Funktionalität des eigenen Smartphones zum Teil erheblich erweitern können. So kann dann etwa Wireless-Tethering auch auf Geräten vor Android 2.2 eingesetzt werden, es ist möglich vom Provider aufgezwungene Extra-Programme zu entfernen, durch Übertakten ein Quentchen Extra-Performance herauszuholen oder gleich ein vollständig neues Betriebssystem aufzusetzen.

Einfach

Üblicherweise ist der Prozess, um solch einen Root-Zugriff zu erhalten mit einigen Fallstricken versehen, der vor allem technisch mit solchen Prozessen nicht sonderlich vertrauten NutzerInnen schnell mal abschreckt. Das dem nicht unbedingt so sein muss, zeigt "Universal Androot": Einmal installiert lässt sich damit das eigene Gerät mit einem einzigen Klick "rooten".

Soft

Wer auf dauerhafte Modifkationen an der Firmware seines Smartphones verzichten will, kann auch nur einen "Soft-Root" durchführen, der nur bis zum nächsten Neustart aktiv bleibt. Zusätzlich ist es möglich einen früher vorgenommenen "Root"-Zugang nachträglich wieder rückgängig zu machen. Die Liste der unterstützten Smartphones wächst beständig und reicht vom Nexus One über das Motorola Milestone bis zum Sony Ericsson Xperia X10.

Einschränkung

Nach dem "rooten" wird natürlich nicht automatisch allen Anwendungen der uneingeschränkte Zugriff auf das System gewährt - immerhin hätte dies massiv negative Konsequenzen auf die Sicherheit. Statt dessen müssen alle Root-Anfragen manuell bestätigt werden, welche Programme von den erweiterten Berechtigungen Gebrauch machen dürfen, kann zudem in einem parallel zum "rooten" installierten Programm eingesehen werden.

Empfehlung

Herausgestrichen sei nichtsdestotrotz, dass mit den Möglichkeiten eines Root-Zugangs vorsichtig umgegangen werden sollte. So kann etwa das unbedarfte Löschen von Systemdateien schon mal dazu führen, dass das Smartphone nicht mehr bootet, insofern empfiehlt es sich bei allen Modifikationen zuvor zu informieren, ob diese auch tatsächlich problemlos vorgenommen werden können. (apo, derStandard.at, 21.09.10)

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