Nicht nur am Wiener Ring wird die Straße heute zur Freitzeitzone, in 435 Gemeinden in Österreich gibt es Programm

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Autos dürfen auf der Ringstraße nur auf Verladewägen von Straßenbahnen verkehren.

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Wien - 435 österreichische Gemeinden beteiligen sich heute am Mittwoch am EU-weiten "Autofreien Tag", der unter dem Thema  "Verkehr und Gesundheit" steht. Damit wird heuer ein Teilnehmerrekord bei der Klimabündnis-Aktion verzeichnet, die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (von 16. bis 22. September) abgehalten wird.

Burgring wird Picknickzone

Am Wiener Burgring wird die Ringstraße ab 11 Uhr bis etwa 20 Uhr mit  Rollrasen ausgelegt. Die IG Fahrrad und andere Wiener Verkehrs- und Umweltinitiativen laden zum Picknick auf Rasenflächen und dem Erleben der Vorteile einer autofreien Innenstadt ein. (Mehr zum Picknick am Ring)

Öffi-Einzelfahrschein als Tageskarte

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gilt der Öffi-Einzelfahrschein als Tageskarte auf der gewählten Strecke.

Verhüllte Autos und Straße als Flanierzone

Städte wie St. Valentin, Wolfurt oder Gallneukirchen verhüllen Autos im Ortszentrum und setzen damit ein sichtbares Zeichen für Sanfte Mobilität. In Reutte in Tirol wird an vier Nachmittagen der Untermarkt im Stadtzentrum autofrei und als Flanierzone freigegeben. In einem Weltrekordversuch soll dort die längste Autokolonne mit Spielzeugautos aufgestellt werden. In Niederösterreich beteiligen sich 150 Gemeinden am "RADLrekordTAG". In Graz steigt ein Mobilitätsfest

 "Tägliche Bewegung in den Alltag zu integrieren, ist die beste Gesundheitsvorsorge", sagte Peter Czermak, Klimabündnis-Mitarbeiter und Koordinator der Mobilitätswoche. "Wer eine halbe Stunde täglich mit dem Rad am Arbeitsweg unterwegs ist, verringert das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent. Auch das Risiko für Bluthochdruck, Altersdiabetes und Rückenschmerzen sinkt." (APA)