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British Patrols Wasserkontrolle

BP versucht sein angeschlagenes Image mit Hightech etwas aufzupolieren: Im Rahmen eines langfristigen Überwachungs- und Forschungsprogramms hat der Ölkonzern kürzlich zwei satellitengesteuerte Roboter im Golf von Mexiko ausgesetzt. Die Wasserfahrzeuge, die unter dem Namen 'Wave Glider' von der Firma Liquid Robotics im Silicon Valley in Kalifornien entwickelt worden sind, nutzen Wellenbewegungen im Meer, um ihre Vortriebskraft zu erzeugen und greifen für den Betrieb ihrer elektronischen Bauteile auf Solarstrom zurück. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Wasserqualität zu kontrollieren.

Foto: BP/AP/dapd

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Griechische Goldfrau

Archäologen haben auf Kreta ein mit Gold bedecktes Frauenskelett freigelegt. Das Grab stammt aus dem siebenten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und enthielt über 3.000 Blattgoldstücke. Die Grabstätte in der Nähe der antiken Stadt Eleutherna im Zentrum Kretas erwies sich sogar als Doppelgrab: Ein zweites Skelett - das Geschlecht konnte noch nicht bestimmt werden - fand sich im Inneren eines großen Gefäßes. Dieses war hinter einer falschen Wand verborgen und mit einer schweren Steinplatte bedeckt. Die Archäologen vermuten, dass auf diese Weise Grabräuber in die Irre geführt werden sollten.

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Foto: APA/EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

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Salatvorfahre

Argentinische und schwedische Forscher haben einen Urahnen des Kopfsalats entdeckt. In etwa 50 Millionen Jahre altem Gestein aus Patagonien fanden die Wissenschafter die ungewöhnlich gut erhaltenen Fossilien eines frühen Vertreters der Korbblütler - jener Pflanzenfamilie, die neben Kopfsalat und Zichorie auch die Sonnenblume und Gänseblümchen umfasst. Die noch namenlose fossile Blume weist einen etwa einen Zentimeter großen Blütenkopf auf und besteht aus jeweils rund 80 Einzelblüten.

Foto: REUTERS/Viviana Barreda/Handout

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Aurora Australis

Die Aufnahme stammt vom ISS-Besatzungsmitglied Douglas Wheelock und zeigt grün aufflackerndes Polarlicht am Südpol der Erde. Die kleinen weißen Punkt vor dem schwarzen Hintergrund des Alls sind nicht etwa Sterne, sondern stellen Fehlbelichtungen des Kamerasensors dar, die durch Partikel kosmischer Strahlung ausgelöst werden.

Foto: NASA/AP/dapd

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Schwindende Flora

Im älteren Teil des Herbariums in Londons Kew Gardens schlummern noch so manche unentdeckten pflanzlichen Schätze - einige davon könnten bereits ausgestorben sein. In diesem Glas etwa befinden sich Teile einer Welwitschie (Welwitschia mirabilis) aus der Namibwüste in Namibia. Mehr als ein Fünftel der weltweiten Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Bei einer aktuellen Untersuchung von 4000 beispielhaft herausgegriffenen Arten seien 22 Prozent als bedroht eingestuft worden, teilten Forscher des Londoner Naturkundemuseum und der Weltnaturschutzunion (IUCN) mit.

Die Forscher stellten ihre sogenannte ausgewählte Rote Liste gefährdeter Pflanzen im Vorfeld der UN-Konferenz zur Artenvielfalt in Japan Mitte Oktober vor. Sie soll beispielhaft die Entwicklung bei den insgesamt geschätzten 380.000 Pflanzenarten dokumentieren und Forderungen nach einem verstärkten Kampf gegen das Artensterben untermauern. Die Liste ist den Angaben zufolge die genaueste Dokumentation der Bedrohung der weltweiten Faunabestände.

Foto: REUTERS/Luke MacGregor

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Landung mit Verspätung

Einen Tag später als ursprünglich geplant ist die russische Sojus-Kapsel TMA-18 mit der US-Astronautin Tracy Caldwell Dyson und den beiden russischen Kosmonauten Alexander Skworzow und Michail Kornijenko von der ISS wieder auf der Erde gelandet. An Fallschirmen schwebte das Raumschiff in Kasachstan zu Boden. Es war das erste Mal in der Geschichte der ISS, dass die Rückkehr von Besatzungsmitgliedern zur Erde verschoben worden ist. Technische Probleme bei der Abkopplung der Sojus von der ISS hatten den geplanten Start in der Nacht zum vergangenen Freitag verhindert.

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Foto: Maxim Shipenkov, Pool/AP/dapd

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Des Kurfürsten Leidenschaft

Die Sonderausstellung "Genau messen = Herrschaft verorten" des Mathematisch-Physikalischen Salons in Dresden dokumentiert derzeit die Leidenschaft des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586) für Geodäsie und Kartographie. Der Kurfürst hat nicht nur Instrumente und Karten gesammelt, sondern nach eigenen Messungen angefertigt und die Verbesserung der Methoden aktiv gefördert. Die Palette der 80 Exponate reicht von Vermessungsinstrumenten des 16./17. Jahrhunderts - hier im Bild ein Geschützaufsatz zum Zielen von Christoph Schissler aus dem Jahr 1567 - über Reiseroutenrollen und Landtafeln bis zum Astrolabium.

Foto: APA/EPA/MATTHIASHIEKEL

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Polarlicht am Saturn

Die Raumsonde "Cassini" hat spektakuläre Aufnahmen von Polarlichtern auf dem Saturn eingefangen. Die Beobachtungen helfen Wissenschaftern, die Funktionsweise einer der besten "Lightshows" des Sonnensystems zu verstehen, meinen Wissenschafter von Europlanet, einem Zusammenschluss europäischer Planetenforscher. Die Polarlichter entstehen - wie auf der Erde -, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Sonne entlang der Magnetfeldlinien an Nord- und Südpol des Planeten in die Atmosphäre schießen. Diese Aufnahme ist eigentlich eine Komposition aus insgesamt 65 Einzelbildern und zeigt den Südpol des Saturns.

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Foto: APA/EPA/NASA/JPL/University of Leicester/University of Arizona

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Chance für Floridas Pumas

Immerhin 32 verschiedene Unterarten des Pumas leben vom Nordwesten Nordamerikas bis zur Südspitze Südamerikas. Eine der besonders gefährdeten Subgruppen stellt der Florida-Puma (Puma concolor coryi) dar, dessen Bestand Anfang der 90er Jahre nur noch 20 bis 25 Exemplare betrug. Um das endgültige Aussterben der Raubkatzen zu verhindern, wurden 1995 acht Weibchen des nahe verwandten Texas-Pumas (Puma concolor stanleyana) in Florida ausgewildert. Diese Maßnahme scheint Erfolg gehabt zu haben, wie nun US-Forscher Warren Johnson vom National Cancer Institute mit Kollegen berichtet: Die Population der Florida-Pumas habe sich in der Zwischenzeit verdreifacht.

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Foto: Science/AP/dapd

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Digitalisierte Schätze

Das Bild zeigt eine Seite aus der griechischen Handschrift "Dialoge des Lucian" aus dem frühen zehnten Jahrhundert; am Rande sind die Kommentare von Arthas von Patre, Erzbischof von Caesarea und Erst-Besitzer des Manuskripts, zu sehen. Die British Library in London hat diese wertvolle Schrift und zahlreiche andere historische griechische Werke nun digitalisiert und via Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Foto: Sang Tan/AP/dapd

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Weitgereister früh-bronzezeitlicher Knabe

Das Bild zeigt den Inhalt eines früh-bronzezeitlichen Grabes, das Archäologen nahe von Stonehenge in Großbritannien entdeckt haben. Bei dem Skelett handelt es sich um die sterblichen Überreste eines wohlhabenden jungen Teenagers, um den Hals des etwa 15 Jahre alten Buben fanden die Forscher eine Bernsteinkette. Die Archäologen gaben an, dass der junge Mann vermutlich aus dem Mittelmeerraum auf die britische Insel kam und werten dies als Beweis für die internationale Bedeutung von Stonehenge selbst in prähistorischer Zeit.

Foto: Wessex Archaeology, Ho/AP/dapd

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Riesenknochen

Spanische Wissenschafter haben den bisher größten Oberschenkelknochen eines Dinosauriers in Europa aus der Erde geholt: Nahe der spanischen Ortschaft Riodeva legten die Paläontologen den Giganten frei. Wie der Leiter des paläontologischen Forschungszentrum in der ostspanischen Stadt Teruel, Luis Alcala, erklärte, ist der vollständig erhaltene Knochen 1,92 Meter lang und dürfte Teil eines zu Lebzeiten 48 Tonnen schweren und mehr als 30 Meter langen Turiasaurus riodevensis gewesen sein.

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Foto: EPA/GOVERNMENT OF ARAGON

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Als Louisiana eine Republik war

Ein kostbares aber wenig bekanntes Stück US-Geschichte: In den frühen Morgenstunden des 23. September 1810 schlichen 75 bewaffnete Rebellen in die spanische Festung in Baton Rouge im heutigen Louisiana und unterwarfen die Garnison in einem blutigen Feuergefecht. Mit dem Aufziehen einer neuen Flagge - ein einzelner weißer Stern auf blauem Feld - riefen die Rebellen die neue Nation West Florida aus. Das kleine Land erstreckte sich über ein Gebiet, das heute in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida liegt. Drei Tage später unterzeichneten die Rebellen die im Bild gezeigte Unabhängigkeits-Erklärung; insgesamt lebten rund 4.000 Menschen in der nagelneuen Republik, die allerdings nicht allzulange Bestand hatte: Am 27. Oktober 1810 trat das Land den expandierenden Vereinigten Staaten bei.

Foto: Gerald Herbert/AP/dapd

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Planet in der richtigen Zone

US-Astronomen haben in rund 20 Lichtjahren Entfernung einen Planeten entdeckt, auf dem möglicherweise für die Entstehung von Leben geeignete Bedingungen herrschen. Der Planet "Gliese 581g" könnte eine Atmosphäre und Temperaturen aufweisen, die ein Vorkommen von Wasser in flüssigem Zustand zuließen, erklärten die Forscher von der University of California. Sollten sich die Befunde in weiteren Untersuchungen bestätigen, wäre "Gliese 581g" jener Planet außerhalb unseres Sonnensystems, welcher der Erde nach bisheriger Kenntnis am ähnlichsten wäre.

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Foto: Zina Deretsky, National Science Foundation/AP/dapd

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Amerikas erster afroamerikanischen Arzt

James McCune Smith war der erste Afroamerikaner, der einen medizinischen Abschluss machte und als Arzt praktizierte. Daneben war er auch noch Schriftsteller, Lehrer und Anführer der Anti-Sklavenbewegung. Nach seinem Tod im Jahr 1865 wurde Smith in einem nicht gekennzeichneten Grab in Brooklyn beigesetzt und geriet in Vergessenheit. Dies wollen seine Nachkommen nun ändern. Am vergangenen Sonntag errichtete die New York Historical Society einen neuen Gedenkstein über seinem Grab; darüber hinaus widmet das DiMenna Children's History Museum dem Leben von Smith eine Sonderausstellung.

Foto: A.D.F. Randolph/AP/dapd

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Lebensrettender BH

2009 wurde Elena Bodnar für diese bahnbrechende Erfindung mit dem Ig-Nobelpreis im Bereich Gesundheit ausgezeichnet. Nun steht der Büstenhalter, der alternativ als doppelte Atemschutzmaske dient, für jedermann bzw. -frau zur Verfügung und kann für 29,99 Dollar im Internet-Shop erworben werden. Bei der diesjährigen Verleihung der Ig-Nobelpreise durfte Bodnar ihren "Emergency Bra" noch einmal ausführlich demonstrieren.

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Foto: REUTERS/Adam Hunger

Neues aus Troia

Archäologen der Universität Tübingen haben bei ihren aktuellen Grabungen in Troia neue Entdeckungen gemacht. Ein größeres Gebiet außerhalb der schon von Heinrich Schliemann ausgegrabenen Burg war anscheinend längere Zeit bewohnt als bisher bekannt. Den Forschern gelang es nun, das fragliche Gebiet genauer einzugrenzen und den Grundriss einer im Vorjahr zum Teil ausgegrabenen Toranlage aus der Zeit vor 1300 v. Chr. bei einem spätbronzezeitlichen Verteidigungsgraben vollständig freizulegen. Wie nicht nur Schichten, sondern auch Mauerreste, ein Ofen, Vorratsgruben, Wege und andere Befunde zeigen, war das Gelände bereits ab etwa 1700 v. Chr. und bis ans Ende des 2. Jahrtausends v.Chr. bewohnt. Weder für den Anfang noch für das Ende dieses Zeitintervalls war das in so großer Entfernung von der Burg erwartet worden.

Foto: Gebhard Bieg, Universität Tübingen

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Verschwundene Sprache

Im Jahr 2008 wurde in Peru ein Brief aus dem 17. Jahrhundert entdeckt, auf dem - wie sich nun zeigte - die Worte einer heute ausgestorbenen indigenen Sprache notiert worden waren. Die Rückseite des Briefes zeigt die Zahlen eins bis zehn sowie 21, 30, 100 und 200 in spanischer und daneben in einer unbekannten Sprache.

Foto: REUTERS

Großer Knall im All

Deutsche Astronomen sind anhand von Radioteleskop-Daten einer gigantische Kollision zweier Galaxienhaufen auf die Spur gekommen. Die durch die Kollision erzeugte Stoßwelle ist rund hundertmal so lang wie unsere Milchstraße. Dabei wurden Teilchen auf eine Energie beschleunigt, die millionenfach höher ist, als im LHC-Teilchenbeschleuniger des Forschungszentrum CERN. Die Messung der Radiostrahlung, die in der Stoßwelle erzeugt wird, beweist erstmals eine 30 Jahre alte theoretische Vorhersage derartiger Prozesse.

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Foto: Jacobs University Bremen

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Malaria kommt von Gorillas

Flachland-Gorillas auf einer Lichtung in der Republik Kongo. Forscher von der Universität von Alabama in Birmingham haben festgestellt, dass Malaria nicht wie ursprünglich vermutet von Schimpansen, sondern von Gorillas auf den Menschen übergegangen ist. Die Wissenschafter hatten dafür fast 3.000 Proben von Affenfäkalien untersucht. Die Proben stammten von Schimpansen, zwei Gorillaarten und Zwergschimpansen. Die Forscher vermuten, dass ein einmaliges Ereignis das Überspringen des Erregers von Gorillas auf den Menschen ermöglicht hat. Unklar sei jedoch, wann dies stattgefunden habe.

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Foto: Reuters