Jener junge Mann, der in der Nacht auf 18. September auf der Wiener Triester Straße mit einem BMW in eine Gruppe Jugendlicher gefahren ist und dabei einen Burschen schwer verletzt hat, ist freiwillig zur Polizei gegangen. Er hat sich bereits wenige Tage später, am 23. September, in Begleitung seines Anwalts beim Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd, gestellt. Der 18-Jährige bestreitet allerdings, mit Absicht gehandelt zu haben, hieß es bei der Polizei. "Er sagte, er habe sich mit der Automatik nicht ausgekannt", berichtete Polizeisprecher Mario Hejl. Dass dem Vorfall ein Streit vorausgegangen sein soll, wollte der Jugendliche nicht zugeben.

Geborgt hatte sich der 18-Jährige das Auto von einem Freund, der ebenfalls im BMW saß, aber zu diesem Zeitpunkt keinen Führerschein hatte. Die Beifahrer des Verdächtigen wurden alle ausgeforscht, das Verfahren gegen sie laut Polizei wieder eingestellt. Der Jugendliche, der damals schwer verletzt wurde, ist mittlerweile aus dem Spital entlassen worden. Eine Einvernahme mit ihm war noch nicht möglich.

Der Autolenker war in der Nacht auf 18. September auf einer Tankstelle auf eine Gruppe Jugendlicher zugerast. Zuvor sollen die Jugendlichen gegen 3.30 Uhr in einer Disco in Liesing aneinandergeraten sein. Das Sicherheitspersonal schritt ein und verwies die streitenden Besucher des Lokals. Eine Gruppe ging zu einer Tankstelle in der Triesterstraße weiter. Gegen 4.20 Uhr sahen die Jugendlichen an der Tankstelle einen dunklen BMW der 7er-Reihe vorbeifahren. Als der Lenker die Burschen dort stehen sah, bremste er abrupt ab und steuerte seinen Wagen direkt auf die Gruppe zu. Einige der Jugendlichen konnten gerade noch ausweichen. Den 18-jährigen Danijel T. erwischte der Pkw hingegen voll. Er wurde mit Verletzungen am Kopf und an den Beinen in ein Spital gebracht. (APA)