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Internet Explorer stolpert über Google Chrome

Foto: Gerry Broome/AP/dapd

Der Internet Explorer (IE) musste vergangenen September erstmals eine Verbreitung von unter 50 Prozent am weltweiten Webbrowser-Markt verzeichnen. Dies geht aus einem Bericht des Marktforschungsunternehmens StatCounter hervor. Vor zwei Jahren beherrschte Microsoft dabei noch rund zwei Drittel des Marktes und fiel nun auf 49,87 Prozent.

Machtverschiebung

Während in den vergangenen Jahren vor allem Mozillas Firefox an Microsofts Vormachtstellung rüttelte, gräbt seit 12 Monaten Google Chrome dem IE das Wasser ab. Firefox liegt bei praktisch unveränderten 31,5 Prozent, Chrome sprang im Jahresvergleich von 3,69 Prozent im September 2009 auf 11,54 Prozent im September 2010. "Das ist definitiv ein Meilenstein im Internet-Browser-Krieg", kommentiert StatCounter-CEO Aodhan Cullen.

Einfluss der EU

Einen Grund für den starken Rückgang des IE sieht Cullen in der Vereinbarung zwischen Microsoft und der EU, im Betriebssystem Windows eine Auswahl zwischen bevorzugten Webbrowsern anzubieten. Dies zeigt sich auch am europäischen Markt. Hier rutschte der IE auf 40,26 Prozent (46,44 Sept. 2009), während er a, US-Markt noch auf 52,3 Prozent Verbreitung kommt. Auffällig am US-Markt ist ebenfalls die rasche Verbreitung von Google Chrome, der auf 9,87 Prozent kommt und bereits vergangenen Juni Apples Safari überholte.

Messunterschiede

Die Marktforscher von Net Applications haben - wie berichtet - ebenfalls aktuelle Marktzahlen für September veröffentlicht. Ihrer Untersuchung nach kommt der IE noch auf 59,65 Prozent, Firefox auf 22,96 Prozent und Chrome auf 7,98 Prozent.

Der Grund für die starke Abweichung liegt in der grundlegenden Verschiedenheit der Messpunkte. Während Net Applications das Feedback eines kostenpflichtigen Web-Trackers von rund 40.000 (kommerziellen) Webseiten berücksichtigt, stützt sich StatCounter auf einen kostenlosen Trackerdienst, der seine Daten von drei Millionen Messstellen erhebt. (zw)

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