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Das Bertalanffy Foundation Building am IST-Campus in Maria Gugging bei Klosterneuburg.

Foto: APA/IST Austria

Wien/Klosterneuburg - Nach zweieinhalbjähriger Planungs- und Bauzeit wird am Mittwoch (13. Oktober) auf dem Campus des Institute of Science and Technology (IST) Austria in Maria Gugging (NÖ) das erste Laborgebäude eröffnet. Mit der Benennung "Bertalanffy Foundation Building" ehrt das Forschungsinstitut den Pharmaunternehmer Peter Bertalanffy, dessen Invicta Privatstiftung dem IST Austria heuer zehn Mio. Euro gespendet hat. Nach der Eröffnung nehmen sieben Forschergruppen ihre Arbeit in dem Gebäude auf.

Bertalanffy hat im Vorjahr das Krebsmittel-Sortiment seines Pharmaunternehmens Ebewe in Unterach am Attersee um 925 Mio. Euro an Novartis verkauft. Seine Spende hat er mit keinerlei Auflagen versehen, das IST Austria will das Geld für wissenschaftliche Projekte am Institut verwenden. Mit der Benennung eines Gebäudes nach Bertalanffy orientiert man sich an internationalen Gepflogenheiten in der Wissenschafts- und Universitätswelt, denen zufolge Spender herausragender Beträge durch die Benennung von Räumen oder Gebäuden geehrt werden.

"Brückenschlag in die Zukunft"

Mit der Eröffnung des vier Stockwerke und eine Bruttogeschoßfläche von 4.300 Quadratmetern umfassenden Laborgebäudes werden erstmals auch Experimental-Wissenschafter am Campus tätig sein, betonte IST-Austria-Präsident Thomas Henzinger in einer Aussendung. Das Bertalanffy Foundation Building bezeichnete er als "Brückenschlag in die Zukunft": "So wie die hochmoderne Architektur das alte Zentralgebäude mit dem neuen Laborgebäude verbindet, rücken auch theoretische und experimentelle Forschergruppen zueinander." Die Baukosten für das von den Architekten "Arge Maurer - Neumann und Partner" geplante Gebäude betrugen 20 Mio. Euro, die vom Land NÖ finanziert wurden.

Im neuen Haus werden sieben experimentelle Forschergruppen tätig sein, zwei bis drei weitere könnten im Laufe des Jahres 2011 noch einziehen. Mit den fünf im Zentralgebäude beheimateten theoretischen Gruppen sowie den wissenschaftlichen Serviceeinheiten werden am 1. Dezember insgesamt 90 Forscher auf dem Campus tätig sein. Das Bertalanffy Foundation Building ist durch eine Brücke mit dem Zentralhaus verbunden, um die Kommunikation zwischen den Wissenschaftergruppen zu fördern.

Zweites Laborgebäude ab 2012 bezugsfertig

Nach Fertigstellung des Bertalanffy Foundation Building beginnen die Arbeiten für die Errichtung eines zweiten Laborgebäudes, das im Spätsommer 2012 bezugsfertig sein soll. In diesem sollen dann auf vier Stockwerken bis zu zwölf Forschungsgruppen einziehen. Potenzielle Spender haben damit eine Chance: Noch ist das zweite Laborgebäude namenlos. (APA)