Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/EPA

Stockholm/Washington - Die Qualifikation des nun mit dem Wirtschaftsnobelpreis geehrten US-Amerikaners Peter Diamond steht zwar in der Wissenschaft außer Frage. In der Politik herrschen aber andere Gesetze, wie Diamond bereits am eigenen Leibe verspüren musste. US-Präsident Barack Obama hatte den 70-jährigen Ökonomen und Mathematiker für den Vorstand der US-Notenbank (Fed) nominiert. Im August 2010 hatte der US-Senat seine Nominierung unerwartet zurückgewiesen. Diamond habe nicht die richtige Art von Erfahrung für diesen Job, begründete der republikanische US-Senator Richard Shelby das Handeln der Kongresskammer.

Obama nominierte Diamond Mitte September erneut. Doch der Senat war weiterhin nicht zufrieden und verständigte sich auf eine weitere Anhörung, um die Qualifikation Diamonds für den Job bei der Federal Reserve zu prüfen. Die Republikaner sind der Meinung, dass der Ökonomieprofessor vom renommierten MIT zu wenig Kompetenz in geldpolitischen Fragen mitbringt. Der Nobelpreis könnte nun der Nominierung Rückenwind verleihen. (APA)