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30 Anrainer mussten vorübergehend aus dem einsturz- gefährdeten Bau ausziehen und wurden umgesiedelt

Foto: APA/Oczeret

Wien - Eine Gasexplosion in einer Wohnung im vierten Stock des Gemeindebaus am Klopsteinplatz 6 in Wien-Landstraße sorgte Donnerstagfrüh kurz nach 7 Uhr für Aufregung. Der Wohnungsinhaber erlitt dabei schwere Brandwunden und musste ins Wiener AKH geflogen werden. Sein Sohn und drei weitere Hausbewohner kamen mit leichteren Verletzungen davon.

Selbstmordversuch nicht ausgeschlossen

Die Gasexplosion könnte auch auf einen Selbsmordversuch zurückzuführen sein. Die Pressestelle der Wiener Polizei bestätigte am Donnerstagabend, dass es Indizien dafür gibt. Gesicherte Angaben seien jedoch derzeit nicht möglich, da der betroffene Mann, der Vater des Hauptmieters der Wohnung in der sich die Explosion ereignete, nach Angaben der Ärzte vermutlich erst in zwei Wochen befragt werden könne.

Ersatzwohnung organisiert

Die Wohnungen im vierten Stock wurden so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass sie unbewohnbar sind. In einer Blitzaktion wurden nach Intervention von Wohnbaustadtrat Werner Faymann (S) für die Mieter Ersatzwohnungen organisiert. Diese konnten noch am Vormittag bezogen werden.

Die Feuerwehr war noch am Nachmittag mit Pölz-Arbeiten beschäftigt. Teile des Mauerwerks der verwüsteten Wohnung wurden abgetragen bzw. in den Innenhof geworfen, der Rest sollte abgesichert werden.

Von "Tuscher" aufgewacht

Viele Mieter wurden von der Explosion im Schlaf überrascht. "Ich bin aufgewacht, wie es einen 'Tuscher' gegeben hat. Im Esszimmer ist dann schon die Eingangstür gelegen", sagte eine Nachbarin jener Wohnung, in der es zur Explosion gekommen war, im Gespräch mit der APA. Ein anderer Mann in Hausschuhen meinte: "Da schlaft man einmal, und dann das!"

Zur Straße hin waren zahlreiche Trümmer in die Tiefe gestürzt, welche mehrere abgestellte Pkw beschädigten. Die an den Klopsteinplatz angrenzende Schrottgasse wurde vorübergehend aus Sicherheitsgründen abgesperrt.(APA)