New York - Der Generaldirektor der UNO-Kulturorganisation UNESCO, Koichiro Matsuura, hat den UNO-Sicherheitsrat aufgefordert, per Resolution den Handel mit den im Irak gestohlenen Museumsschätzen zu verbieten. Dies wäre ein wichtiger Schritt, der bei der Suche nach den Kulturgütern helfen würde, sagte Matsuura am Mittwoch in New York. Das Bagdader Nationalmuseum war nach dem Einmarsch der US-Truppen mehrere Tage lang geplündert worden. Es beherbergt unbezahlbare Schätze aus dem alten Mesopotamien.

Matsuura zeigte sich nicht sehr optimistisch, dass selbst mit Hilfe des Sicherheitsrates viele der verschwundenen Kulturschätze wiedergefunden würden. Er verwies auf die Erfahrungen nach dem Golfkrieg von 1991: Seinerzeit waren rund 4000 Kulturschätze verschwunden, und nur etwa 40 seien später wieder aufgetaucht.

Nach den Worten des UNESCO-Chefs hat der illegale internationale Handel mit Kulturgütern jedes Jahr ein geschätztes Volumen von fünf Milliarden Dollar (rund 4,47 Milliarden Euro).(APA/Reuters)